Liebe Leser*innen unseres Newsletters,
in diesen Tagen bleibt die Energieversorgung mit den Aspekten Sicherheit, Unabhängigkeit und Bezahlbarkeit ein zentrales Thema. Sowohl innenpolitisch zeigen sich aus unserer Sicht sehr bedenkliche Tendenzen.
Aber auch außenpolitisch sind die Entwicklungen besorgniserregend, siehe den völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf den Iran und das daraus entstehende Leid sowie die Auswirkungen auf Öl- und Gaspreise.
Die IG Klima ist im März Veranstalterin von zwei spannenden Events: einem Filmabend – auf diesen hatten wir bereits im vorigen Newsletter hingewiesen und zum Anderen ein Benefizkonzert.
Wir suchen außerdem persönliche Geschichten, diesmal zum Thema Kleidung.
Kurz erläutern möchten wir die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte E‑Auto‑Förderung.
In Kürten findet im März der Müllsammeltag statt, und zudem möchten wir auf eine Sammelaktion von Hilfsgütern für die Ukraine hinweisen. Wir laden Bürger*innen ein, sich an beiden Aktionen rege zu beteiligen.
Übrigens:
Wer uns kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, zu unserem nächsten Plenum zu kommen.
Termin: 23.03.2026,19:30 Uhr
Ort: Pfarrhaus Dürscheid, Kirchberg 3
Konzert und Talk für Klimagerechtigkeit in Kürten
„Gerade in Zeiten, in denen das Klimathema im öffentlichen Bewusstsein immermehr in den Hintergrund gerät und Klimaschutz in Deutschland wie weltweit politisch demontiert wird, ist es notwendig, das Bewusstsein für die großen Ungerechtigkeiten der Klimakatastrophe aufrecht zu erhalten und ein Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen zusetzen.“
Roland Vossebrecker

Bereits zum vierten Mal laden die Gemeinde Kürten und die IG Klima Kürten den Komponisten, Pianisten und Aktivisten Roland Vossebrecker aus Bergisch Gladbach zu Konzert und Talk ins Bürgerhaus ein.
Am Sonntag, ndem 22. März 2026 um 17 Uhr startet sein Konzert nach einer kurzen Begrüßung durch die Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Kürten Viviane Pape und den Sprecher der IG Klima Kürten Patrick Walraf.
In den vergangenen Jahren hat Roland Vossebrecker mit seinen Musikprojekten ca. 152.000€ an Spenden sammeln können. Diese Erfolgsgeschichte soll fortgesetzt werden. In Kürze geht er mit neuem Programm wieder an den Start. In 22 Konzerten zwischen Aachen und Leipzig, zwischen Hamburg und Reutlingen wird er neben einer ganz neuen Sonatine den zweiten Band seines Klavierbuches aus den Jahren 2007/08 vorstellen.
Und auch Kürten ist wieder eine seiner Spielstätten.
Während des Konzertes kommuniziert der Musiker mit dem Publikum, spricht über die Musik, über das Spendenprojekt und über Fragen der Klimagerechtigkeit.
Der Eintritt ist frei(-willig), um Spenden wird gebeten. Alle gesammelten Spenden gehen ohne Abzug an Oxfam.
Eine Online-Spendenaktion ist auch bereits gestartet:
https://www.oxfam.de/spenden/eigene-spendenaktion?cfd=l5g8c
Im Juni 2022 gründete Roland Vossebrecker zusammen mit Freundinnen und Freunden die Initiative „KlimaGerecht Leben“. Die Initiative engagiert sich dafür, den Begriff „Klimagerechtigkeit“ wörtlich zu nehmen und das eigene Leben daraufhin auszurichten. https://klimagerecht-leben.de
Was ist OXFAM?
Die seit 1942 bestehende Organisation kämpft „Für eine gerechte Welt. Ohne Armut.“
Weitere Informationen unter:
Wir suchen: Deine textile Geschichte!
Unsere Bekleidung ist uns sehr nahe, fast 24 Stunden am Tag ist sie uns Schutz und zweite Haut. Würdigen wir immer das was uns so nah ist?

Bildquelle:prezi.com Beachten wir Kriterien wie eine faire und ökologische Herstellung? Häufig ist die Herkunft unserer Kleidung schwer nachzuvollziehen.
Dann gibt es noch „Fast Fashion“. Für wenige Euro gekaufte Kleidung wird nur kurz, z. B. für die Party, getragen und dann wieder ausgemustert oder sie ist schlichtweg nicht haltbar und landet schnell im Müll. Diese Kleidung wurde in der Regel unter fragwürdigen Bedingungen hergestellt was die Umweltbelastung und die Arbeitsbedingungen betrifft.
Wie wäre es, wenn wir Kleidung möglichst lange tragen?
Sicherlich hat jede*r ein Lieblingskleidungsstück, ein T-Shirt, einen behaglichen Pullover, ein Hoodie, die Lieblingshose oder die Lieblingsschuhe. Häufig sind diese Kleidungsstücke schon auch älter, haben eine bestimmte Geschichte, zum Beispiel, wie und wo sie gekauft wurden, was wir damit verbinden, vielleicht eine Lebensphase. Was ist das Liebenswerte an dem Kleidungsstück? Wurde es schon repariert oder ausgebessert?
Wir suchen Eure Lieblingskleidungsstück-Geschichte!
Ihr könnt sie gerne an info@klima-kuerten.de schicken.
Jetzt noch “Gas geben” oder doch lieber “Vollstrom”?
Von der politischen Pflege von Fossil(i)en, fragwürdigen Biogas-Plänen und der Neufassung des GMG*
*(Gebäude-Management-Gesetz,ehemals Gebäude-Energie-Gesetz)

Der aktuelle völkerrechtswidrige Angriff der USA auf den Iran zeigt bereits Auswirkungen auf die Energiepreise und führt uns vor Augen, wie abhängig wir in unserer Energieversorgung von fremden Mächten sind. Der konsequente Ausbau Erneuerbarer und die konsequente Elektrifizierung von Mobilität und Wärme können uns deutlich unabhängiger machen von den Launen und Machtphantasien mancher Staatenlenker.
Dennoch plant die Bundesregierung in ihrer Neufassung des GMG (Gebäude-Modernisierungs-Gesetz), dass Gas- und sogar Öl-Heizungen wieder unbeschränkt eingebaut werden dürfen. Bislang galt laut dem Vorgänger, dem GEG (Gebäude-Energie-Gesetz) ein Anteil erneuerbarer Energieform von 65 % bei Austausch der alten Heizung. Der Wegfall dieser Regelung wird ersetzt, durch die Bedingung des Einhalten seiner „Grüngas“-Quote von zuerst 10 % ab 2029.
Laut Experten wie Prof. Volker Quaschning ist dies ein trügerisches und unwirtschaftliches Versprechen. Er erläutert, dass das Heizen mit diesem „Grüngas“ im Grunde ein Heizen mit Wasserstoff ist, da dieses chemische Element zur Herstellung des Gases benötigt wird. Anhand des Beispiels eines sanierten Altbaus wird deutlich, wie ineffizient dieser Weg ist – siehe unten. Eine andere Alternative wäre Biogas. Aktuell deckt der Biogas-Anteil nur 1,3 Prozent des Deutschen Gasverbrauchs ab und ist nicht erheblich steigerbar. Schon jetzt werden 8 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche zur Herstellung von Energiepflanzen genutzt. Wir müssten also weniger Nahrungsmittel anbauen, um eine Steigerung der Biogas-Produktion zu erzielen.
Die folgende Graphik vergleicht den Flächenverbrauch verschiedener Energieerzeugungsarten. Auf einem Hektar erzeugt Photovoltaik 30 Mal soviel Energie wie Mais, bei der Windenergie sind es sogar 782 Mal (!) soviel kWh. Weiterhin in Frage kommen Bioreststoffe („Frittenfett“). Auch hier ist zu bezweifeln, dass die Menge hochskaliert werden kann. Solche Bioreststoffe werden bereits industriell verwendet.
Die Wärmepumpe ist und bleibt die klügste, günstigste und effizienteste Art der Wärmeerzeugung.

Wie effizient sind Gas, „Grüngas“-heizungen und Wärmepumpen im Vergleich?
Hierzu ein Beispiel von Prof. Quaschning:

Verbrauchte das Haus bislang 15.000 kWh Energie, die fast komplett importiert werden musste, sind es bei einer JAZ (Jahresarbeitszahl) von 3 mit einer effizienten Wärmepumpe nur noch 5000 kWh Strom. Im Idealfall kann dieser Strom durch ambitionierten Ausbau der erneuerbaren Energien aus Deutschland kommen, Quaschning spricht daher von „Deutschland-Energie“.
Wie aus der Graphik von Quaschning ersichtlich wird, würde eine „Grüngas-“Heizung sogar 23.000 kWh Energie in Form von Strom benötigen.

Das würde bedeuten, dass wir im Vergleich zum Einsatz einer Wärmepumpe fast fünfmal Wind- und Solarenergie benötigen um das Haus zu beheizen. So die Physik. Ein Irrweg.
Wie ist es mit dem Einhalten der Klimaziele
Weitere Verzögerungen in der Energie- und Wärmewende bedeutet zudem auch Verzögerungen im Klimaschutz. Die folgende Graphik zeigt auf, was das Verfehlen der Klimaziele bedeutet.

Nachdem wir bis 2023 die Ziele der Reduktion der CO2-Äquivalente übererfüllt hatten, droht nun ein Lücke von 224 Mio. Tonnen mit entsprechenden Strafzahlungen durch die EU. Diese Lücke entsteht vor Allem im Gebäudebereich und dem Verkehrssektor.
Was bedeutet das für uns, die Bevölkerung?
Unsere Sorge ist, dass mit den Plänen der Bundesregierung falsche Signale gesetzt werden und die notwendige Elektrifizierung der Wärmeversorgung ausgebremst wird. So könnten Vermieter*innen von Mehrfamilienhäuser wieder erwägen, Gasheizungen anstatt Wärmepumpen einzubauen. Die Kostensteigerungen würden dann zulasten der Mieter*innen gehen. Es ist eine unsoziale Entwicklung zu befürchten.
Der Heizungsbauer Voiswinkel aus der Region zum Beispiel berichtet bereits von Kundeabsagen, die doch jetzt lieber eine Gasheizung einbauen lassen wollen. Der Heizungsbauer hält dies nicht für eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung.
Link zum Video von Volker Quaschning aus dem:
https://youtu.be/gW9tNzJg9KI?is=nMTvKeL4VdCYX8Y-
German Zero warnt vor der Gaskostenfalle
Aktuell lässt „German Zero“ einen Gaskostenrechner entwickeln, der im Laufe des Monats März online gestellt wird. So können Betroffene abschätzen, wie sich der Gaspreis entwickeln wird und eine Entscheidung treffen. German Zero bietet auf seiner Website auch Infos zum Thema.
Hier der Link: https://gaskostenfalle.de/gaskostenrechner/

Die neue E-Auto-Förderung
Die Bundesregierung bringt eine neue E-Auto-Förderung auf den Weg. Hierbei gibt es Licht und Schatten. Dennoch kann es für die eine oder andere aufs Auto angewiesene Person sinnvoll sein, mit Hilfe der Förderung ein E-Auto zu kaufen oder zu leasen.
Kritisch zu sehen ist, dass neben rein elektrischen Fahrzeugen auch sogenannte Plug-in-Hybride gefördert werden. Ein solches Fahrzeug ist technisch sehr komplex und vereint diverse Nachteile: eine geringe elektrische Reichweite von in der Regel maximal 80 Kilometern, meist geringe Ladeleistungen an Schnelladern und höhere Wartungskosten, die durch den Verbrenner verursacht werden (Ölwechsel, Diesel-Partikel-Filter, Lambda-Sonde, Auspuff, Zahnriemen usf.). Ein Plug-in-Hybrid benötigt weiterhin Benzin oder Diesel, ist durch den Doppelantrieb schwerer und bringt im Verbrennerbetrieb kaum CO2‑Einsparungen.
Die Dichte an Ladesäulen ist in Deutschland und Europa aktuell bereits hoch und ermöglicht auch mit einem E-Auto problemloses Reisen. Das macht aus unserer Sicht den Plug-in-Hybriden überflüssig.
Ist die Förderung sozial gerecht?
Aus Sicht des Verfassers erreicht die neue Förderung nur unzureichend einkommensschwache Haushalte. Dafür müsste zum Beispiel der Kauf von gebrauchten E-Autos gefördert werden, denn Geringverdienende kaufen Gebrauchte. Eine weitere Hürde besteht darin, dass die Förderung erst nach Zulassung des Autos beantragt werden kann. Das bedeutet unter Umständen die Notwendigkeit einer Zwischenfinanzierung mit entsprechenden Zinszahlungen.
Zudem werden kleine elektrische Fahrzeuge wie S-Pedelecs, Elektroroller oder der Klassen L6e (bis 45 KM/H – Rollerführerschein ausreichend), L7e (bis 90KM/H) nicht gefördert. Dies ist bedauerlich, denn es muss für die Alltagswege von A nach B nicht immer ein 2‑Tonnen Fahrzeug sein. Vermutlich ist die in diesem Segment fehlende Förderung mit dem kaum vorhandenen Angebot deutscher Hersteller zu erklären.
Ab wann gibt es diese Förderung?
Ab Mai 2026 können Anträge gestellt werden, dies auch rückwirkend für in 2026 neu zugelassene Fahrzeuge. Bis Mai soll, laut Bundesumweltministerium, ein Online-Portal freigeschaltet sein. Die Förderung wird nur Privatpersonen gewährt. Die Mindesthaltedauer des Fahrzeugs beträgt 36 Monate.
Bis zu welcher Einkommensgrenze wird gefördert?
Maßgeblich ist das zu versteuernde Haushaltseinkommen, der Nachweis wird durch die zwei letzten Steuerbescheide erbracht.

Weitere Informationen können beim ADAC aufgerufen werden unter:
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/elektroauto/foerderung-elektroautos/
Sammlung für Ukrainer*innen
Die „Humanitäre Hilfe“ Bergisch Gladbach und Overath e. V. veranstalten am 21.03.2026 ein besonderes Drive-In zugunsten der Ukraine. Leider hält die russische Aggression an und die Ukrainer*innen leiden. Es werden Hilfsgüter gesammelt und mit einem Truck in die Ukraine gebracht. Was wird benötigt: siehe nebenstehendes Plakat.

Also: „Reinrollen. Spenden. Helfen”

Quelle:pinterest
Frühjahrsputz in Kürten!
Leider ist das Thema Müll im Straßenraum ein Dauerbrenner. Auch dieses Jahr sind Kürtener*innen eingeladen, den herumliegenden Müll zu sammeln. Hier die Einladung der Gemeinde Kürten im Wortlaut:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
möchte Ihnen mitteilen, dass der Müllsammeltag hier in der Gemeinde Kürten auf Samstag, den 21. März 2026 festgelegt worden ist. Radio Berg wird sich wegen mangelnden Personals nicht an der Aktion beteiligen.
Wie immer werden Säcke und bei Bedarf Handschuhe zur Verfügung gestellt.
Die Gemeinde Kürten wird an diesem Samstag die Säcke einsammeln. In Bechen und Olpe wird wieder jeweils ein Deckelcontainer bereitstehen. Auch wegen der ungewissen Witterung werde ich versuchen die beiden Container in Olpe und Bechen wieder für 14 Tage dort abzustellen. Liebe Bechener und Olpener: Bitte sofortige Mitteilung an mich, falls es nicht möglich sein sollte, den Container für 14 Tage dort abzustellen. Also vom Freitag, den 20. März bis einschließlich Montag,den 31. März 2026. Autoreifen und Elektroschrott sollen wie gewohnt neben dem Container gestapelt werden.
Bitte um Mitteilung, ob in den Ortschaften Bechen, Olpe, Bornen, Eichhof, Dürscheid, Biesfeld, Kürten, Oberbörsch, Hufe, Offermannsheide das Treffen der Müllsammler an diesem Samstag für 10.00 Uhr geplant ist oder ob es Ortschaften gibt, die zu einer anderen Zeit zum Müllsammeln zusammentreffen wollen.
Für Rückfragen stehe ich, Herr Rahm, Ihnen unter der Rufnummer 02268/939309 gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Ordnungsamt“
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Das war es vorerst einmal mit den Märznews. Wir freuen uns Sie/Euch bei unseren Veranstaltungen zu sehen und wünschen Allen eine blühenden Frühling und etwas Ruhe in bewegten Zeiten.
Mit allerbesten klimafreundlichen Grüßen,
Patrick Walraf (Sprecher der IG Klima Kürten)

