Newsletter Februar

Liebe Leserinnen und Leser,

gibt es nur noch schlechte Nachrichten im Hinblick auf die Themen Klima und Nachhaltigkeit? Es scheint so, zum Glück aber, gibt es auch gute. Um Beides geht es in diesem Newsletter.

In einer Kolumne befasst sich Patrick Walraf mit der Welt- und Bundespolitik. In einem weiteren Artikel geht es um den Stand der Energiewende Anfang 2026, hierzu eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). 

Was plant die IG Klima? Es gibt wieder einen Kino-Abend zu einem in Verruf geratenen ehemaligen Hoffnungsträger, dem Plastik. Gute Neuigkeiten wiederum betreffen den Bereich Mode. 

Ein Film- und ein Buchtipp dürfen natürlich auch nicht fehlen. 

Wir wünschen eine erhellende Lektüre!

Übrigens: 

Wer uns kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, zum unserem nächsten Plenum zu kommen. 

Termin: 23.02.2026, 19:30 Uhr

Ort:        Jugendheim Dürscheid, Kirchberg 3

Die Kolumne

Stellt Euch vor, wir die Menschheit, sitzen alle in einem Zug. Dieser Zug bewegt sich in Richtung Zukunft. Der Fahrplan? Hierzu gibt es Erkenntnisse zum Einfluss des menschengemachten Klimawandels aus der Wissenschaft. Diese Erkenntnisse sind zu 97 % in vielen Modellen abgesichert. Die Wissenschaft sitzt im Stellwerk und versucht zu beraten, wie der Fahrplan in eine nachhaltige Zukunft aussehen soll, welche Weichen gestellt werden müssen, um die Klimakrise einzudämmen und die Biodiversität zu erhalten – Beides für das Überleben der Menschheit unerlässlich. Die Uhr tickt, der Zug darf keine Verspätungen einfahren, der fortschreitende Klimawandel wartet nicht!

An Bord des Zuges sitzen vorne Diejenigen, die in diese Zukunft fahren möchten. Hinten allerdings sitzen Bremser, die die Fahrt abbremsen oder zum Stillstand bringen möchten, um den Rückwärtsgang einzulegen. An den Weichen versuchen wiederum Andere uns vom Kurs abzubringen und riskieren dabei, dass der Zug entgleist oder in einen Abgrund fährt. Außerdem erreichen irreführende, die Wissenschaft in Frage stellende Funksprüche das Führerhaus. Immer wieder wird der Zug durch diese widerstreitenden Kräfte durchgeschüttelt und es ist weiterhin offen, ob er sein Ziel erreicht.

Was bedeutet dieses Bild auf unsere Realität bezogen: 

Ja, die Wissenschaftler*innen sind sich einig über die Tatsache, dass es den Klimawandel gibt, dies liegt an der durch Menschen verursachten Anreicherung von CO₂ in der Atmosphäre, die zum größten Teil durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen erzeugt wurde und weiterhin wird. Nun hat ein US-Amerikanischer Präsident die Gesetze geändert und erklärt, dass CO₂ kein Schadstoff ist und keine Auswirkungen auf das Klima hat. Er hat also eine Weiche umgelegt und die Fossil- sowie die Automobil-Industrie in den USA dürfen sich freuen, sie können ohne Einschränkungen auf dem alten Gleis weiterfahren und ihre Produkte verkaufen. Dieser Präsident hat Teile des Zuges gekapert und lässt ihn auf den Abgrund der Klimakatastrophe zufahren. Welche Auswirkungen dies auf den Rest des Zuges hat, bleibt abzuwarten. An seiner Seite stehen libertäre und rechtsgerichtete Kräfte, die auch in Europa zunehmend an Einfluss gewinnen. 

Was macht unsere Bundesregierung? Sie bremst. Die Begründung unseres Bundeskanzlers hinten im Bremserhäuschen vor einigen Monaten: Deutschland ist nur für 2 Prozent des CO₂-Ausstoßes verantwortlich…. Sollen die Anderen erst einmal etwas tun. Damit unterschlägt er aber, dass es eine historische Verantwortung gibt, weil Deutschland seit Jahrzehnten als hochindustrialisiertes Land zur Klimakrise beigetragen hat. Herr Merz will die Wirtschaft retten und gibt ihr stattdessen aktive Sterbehilfe. Vielmehr wäre es hilfreich, wenn die Industrie ihre Kräfte bündelt und neue nachhaltige Technologien entwickelt. Herr Merz will zurück in die Vergangenheit, fabuliert von hocheffizienten Verbrennern, wobei die Technik weitgehend ausgereizt ist und ein E-Auto drei bis viermal energieeffizienter ist. Herr Merz fördert nicht, dass Deutschland die Weichen stellt in Richtung konsequenter Innovation, sondern will auf abgefahrenen Gleisen weitermachen. Wir wissen, was ein Sanierungsstau für Auswirkungen hat.

Die Bundeswirtschaftsministerin sitzt auch im Bremserhäuschen. Ein vor einigen Tagen geleaktes Papier offenbarte, dass Frau Reiche plant, den Netzbetreibern    zehn (!) weitere Jahre Zeit zu geben, um die Netze auszubauen. Bis dahin soll der eigentlich dringend benötigte Zubau an Erneuerbaren gedrosselt werden. Die Netzbetreiber wissen seit Jahren, dass die Stromnetze ausgebaut werden müssen. Fachleute bemängeln, dass die Betreiber stattdessen hohe Dividenden erwirtschaftet haben. Frau Reiche scheint auch „Funkkontakt“ zur Gaslobby zu haben, sie möchte eine hohe Anzahl an Gaskraftwerken bauen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, lässt dabei Digitalisierung (SmartMeter-Rollout) weitgehend liegen und ignoriertweitgehend, dass Flexibilisierung und Speicherausbau Entlastung schaffen würden. Hier hat zum Glück die EU diese Weiche blockiert und Frau Reiche muss sich mit den von Robert Habeck entwickelten Plänen zum Bau von Gaskraftwerken begnügen. 

Die Pläne und die Haltung der Bundesregierung festigen die Abhängigkeit von Staaten, die uns fossile Energien liefern. Das sind alte, gefährliche und teure Gleise. Erneuerbare hingegen, als neu im Bau befindliche Strecke, machen uns unabhängiger, freier und damit auch resilienter, denn so sind wir weniger von den Launen von Autokraten und Präsidenten abhängig. 

Frau Reiche hat auch weitere Pläne, den Bau von Photovoltaik-Anlagen auszubremsen, etwa durch die Abschaffung der Einspeisevergütung, dies würde insbesondere kleine, privat auf dem Hausdach errichtete Anlagen unrentabel machen. Bei großen Anlagen ist ein Zuschuss für den Netzausbau geplant. Auch hier wird dadurch die Wirtschaftlichkeit gefährdet. Zur Erinnerung: der Zubau an Photovoltaik boomt weltweit und somit auch in Deutschland. Allerdings ist eine zunehmende Zurückhaltung in der PV-Branche aufgrund der Signale aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klima zu beobachten. 

Im Führerhaus formiert sich aber Widerstand. Am Freitag, den 13.02.2026 fand unter dem Titel „Rettet die Erneuerbaren! Reiches Netzpaket verstehen und gemeinsam handeln” bei „Europe Calling“, ein Webinar mit über 6000 Teilnehmer*innen statt! Das war für „Europe Calling“ ein Rekord. Expert*innen und Politiker*innen nahmen zu den Plänen von Frau Reiche Stellung.

Das Webinar ist bei YouTube zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=IAnzD0SewtY

Zudem unterstützen wir, die IG Klima Kürten, den Aufruf der Grünen „rettet die Erneuerbaren“ um das Netzpaket von Bundesministerin Katharina Reiche zu stoppen. –> Hier geht es zum Aufruf

Als Menschheit sitzen wir alle in einem Zug. Stellen wir die richtigen Weichen für die Zukunft und vertrauen auf die Wissenschaft? Es liegt an uns, ob wir im Führerstand sitzen oder im Bremserhäuschen oder gar Weichen falsch stellen. Jede und jeder kann etwas tun, seine Mobilität, sein Wohnen, seinen Konsum überdenken und Stellung beziehen. Leben ist und bleibt politisch! Wir können nicht so weiter auf abgefahrenen Gleisen gen Abgrund fahren wie bisher, wir müssen etwas ändern, die neuen Strecken ausbauen!

Wo steht die Energiewende – eine Studie des DIW 

In regelmäßigen Abständen evaluiert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) den Stand der Energiewende. Das DIW ist unabhängig und wird mit öffentlichen Mitteln gefördert. 

Was ist der Stand Ende 2025?

Hierzu der beim DIW tätige Energie-Ökonom Wolf-Peter Schill: 

„Die Bundesregierung scheint beim Ausbau der erneuerbaren Energien eher bremsen zu wollen, weil die Stromnachfrage bisher nicht so stark angezogen hat wie angenommen. Hier könnten wir in einen unguten Kreislauf geraten: Wenn die Nachfrage anzieht, weil beispielsweise die Zahl der Elektroautos bald doch stärker steigt als zuletzt, dann fehlt uns möglicherweise der erneuerbare Strom wieder.“ 

Schon wieder ein klassisches Henne-Ei-Problem, das es auch damals bei der Verbreitung von E-Mobilität gab. Damals gab es nicht genug Ladesäulen für E-Autos und nicht genug E-Autos für Ladesäulen. Hier muss die Politik klare Signale setzen, was sie im Augenblick nicht tut.

Stand Ende 2025 in Deutschland:

Photovoltaik: 117 Gigawatt (GW), dies entspricht etwas mehr als der Hälfte der  215 GW Leistung, die im Jahr 2030 installiert sein soll (54%).

Windkraft an Land: 68 GW, damit bereits etwas näher an ihrem Ziel (59 %). 

Windkraft auf See: erst knapp 10 GW installiert, ungefähr ein Drittel des für 2030 anvisierten Wertes (32 %).

Sind wir schnell genug?

Der Ausbau von Solar- und Windenergie geht weiter, muss aber noch beschleunigt werden, um die gesetzlich beschlossenen 2030er Ziele zu erreichen. Insbesondere bei der Windkraft auf See muss erheblich mehr Tempo gemacht werden.

Marktanteile bei Wärmepumpen:

Im zweiten Halbjahr 2025 war fast jede zweite in Deutschland neu verkaufte Heizung eine Wärmepumpe, dies lag mit gut 48 % auf dem höchsten jemals erreichten Wert. Die Wärmepumpe scheint nach Jahren einer politischen und medialen Debatte nun im Massenmarkt angekommen zu sein. Allerdings werden noch in großem Umfang fossile Heizungen neu verkauft. Dies dürfte den Klimaschutz im Wärmebereich in den nächsten Jahren weiter verzögern (siehe Abbildung 4 folgend).

Wie kommt die Mobilitätswende voran?

Neuzulassung von Elektrofahrzeugen: im zweiten Halbjahr 2025 noch vergleichs-weise niedrig, ungefähr jedes fünfte neue Auto war rein batterieelektrisch (20,4%).

Lkw: vorwiegend im Liefer- und Nahverkehr: 10,9%

Sattelzüge (40-Tonner): mi t4,5 % der Neuzulassungen haben diesen noch einen geringen Anteil. Allerdings haben sich im zweiten Halbjahr die Neuzulassungen mehr als verdoppelt. Die Entwicklung ist bemerkenswert, da gerade der Schwerlastfernverkehr lange als besonders schwer zu elektrifizieren galt. Der technische Fortschritt bei Batterien und Ladeinfrastruktur ermöglicht diese Wachstum und immer mehr Speditionen „satteln“ um. 

Wer sich für dieses Thema interessiert, dem sei auf YouTube „Der Elektrotrucker“ noch einmal empfohlen. Tobias Wagner berichtet wöchentlich von seinen Touren mit einem elektrischen Sattelzug durch ganz Europa. 

Kommt die Mobilitätswende schnell genug voran?

Der Elektroanteil bei neuen Pkw und Lkw steigt zwar, aber es gibt noch viel Luft nach oben.

Großbatterien,Flexibilität und Digitalisierung:

Der Zubau von Großbatterien zieht leicht an, negative Strommarktpreise treten dadurch seltener auf – die Steigerung der Flexibilität im Stromsektor bleibt aber eine Herausforderung. Dies liegt an der noch fehlenden Digitalisierung, in Deutschland sind bislang nur 3 % Smart Meter eingebaut, damit sind wir Schlusslicht in Europa. Smart Meter und die Digitalisierung sind Voraussetzungen für eine bessere Abstimmung von Erzeugung und Verbrauch.

Sektorenkopplung

Die Sektorenkopplung ist im Rahmen der Dekarbonisierung unserer Energieversorgung wesentlich. Hierbei geht es um die Elektrifizierung der Sektoren Energieerzeugung, Mobilität, Wärme und Industrie, sowie von Klein- und Großspeichern. Hierfür braucht es dringend die Digitalisierung, um Verbrauch und Erzeugung abzustimmen und zum Beispiel auch Fahrzeugbatterien zu nutzen, um das Netz zu stabilisieren (Vehicle to Grid, V2G). Leider hinkt die Sektorenkopplung noch stark hinterher.

Das Fazit für das 2. Halbjahr 2025: 

  • Die Energiewende schreitet voran
  • Deutliches Wachstum bei mehreren Schlüsseltechnologien, besonders für die Windkraft an Land aufgrund gestiegener Genehmigungen
  • Teils beschleunigtes Wachstum bei Wärmepumpen, Elektrofahrzeugen und Stromspeichern 
  • Tempo liegt in den meisten Bereichen immer noch recht deutlich hinter den Ausbaupfaden der vorigen Ampel-Bundesregierung zurück, die weitgehend im Einklang mit aktuellen Klimaneutralitätsszenarien waren
  • Dies gilt selbst für die Photovoltaik, die in den letzten Jahren besonders stark gewachsen ist: Auch sie muss ihr Ausbautempo noch etwas steigern, um die im EEG gesetzten Ziele zu erreichen
  • Mit Blick auf Klimaneutralität im Jahr 2045 deutlich stärkere Beschleunigung bei der Installation von Wärmepumpen und der Neuzulassung von Elektro-fahrzeugen dringend geboten

Einschätzung der Haltung der aktuellen Bundesregierung:

  • Die aktuelle Bundesregierung scheint eine Beschleunigung der Energiewende derzeit allerdings nicht zu priorisieren. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien deuten sich eher geringere Ambitionen an. Mit Verweis auf die Stromnachfrage, die sich schwächer entwickelt hat, als im EEG 2023 unterstellt, scheint das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zwar nicht das relative Ziel von mindestens 80 Prozent erneuerbaren Energien am Stromverbrauch im Jahr 2030 in Frage zu stellen, aber die im EEG vor-geschriebenen absoluten Ausbauzielpfade für Wind- und Solarenergie.   
  • Gleichzeitig hat die aktuelle Bundesregierung bisher zielgerichtete Maßnahmen für die weitere Beschleunigung bei Wärmepumpen, Elektrofahrzeugen oder auch Elektrolyseuren vermissen lassen – und damit für ein mittelfristig deutliches Wachstum der Stromnachfrage.
  • Wird weniger erneuerbarer Strom in Elektrofahrzeugen und Wärme-pumpen genutzt, können aber auch weniger fossile Kraft- und Brennstoffe ersetzt werden, mit entsprechenden Folgen für die Treibhausgasemissionen.
  • Voraussetzungen für eine Beschleunigung der Energiewende aufgrund verbesserter Rahmenbedingungen und technologischer Fortschritte aktuell günstig und aus klimapolitischer Sicht und auch vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen ratsam – Steigerung der Energiesouveränität.

Die Politik sollte die sinkenden Kosten der für die Energiewenden otwendigen Technologien nutzen, statt auf die Bremse zu treten.

Quelle: DIW Wochenbericht 7/2026, Seiten 91-99, Autor: Wolf-Per Schill

IG-Klima-Film-Abend

“Vom Wundermaterial zum Umweltkiller”

Plastik begleitet uns überall: Es schützt unsere Lebensmittel, erleichtert unseren Alltag – und bedroht gleichzeitig unsere Umwelt wie kaum ein anderes Material. Wie konnte ein gefeiertes Wundermaterial zu einem globalen Problem werden?

Wir laden dich herzlich ein zu einer besonderen Veranstaltung, die  genau dieser Frage nachgeht. Gemeinsam schauen wir die eindrucksvolleDokumentation „Vom Wundermaterial zum Umweltkiller“, die uns mitnimmt auf eine Reise durch Erfindung, Nutzen und Folgen von Plastik.

Im Anschluss öffnen wir den Raum für Diskussion, Austausch und neue Ideen. Welche Erfahrungen hast du gemacht?  Wie können wir im Alltag bewusster handeln? Welche Lösungen gibt es bereits – und welche brauchen wir noch?

Komm vorbei, lass dich inspirieren und bring deine Perspektive ein. Jede Stimme zählt, jeder Gedanke kann etwas bewegen.

Wir freuen uns auf einen lebendigen Abend voller Erkenntnisse, Gespräche und gemeinsamer Motivation für eine plastikärmere Zukunft.

Wir treffen uns 

im Pfarrheim Dürscheid, Kirchberg 3

am Samstag, den 14. März 2026

um 18 Uhr

Good News rund um unsere Kleidung

Die EU verbietet mit einem neuen Gesetz die Vernichtung unverkaufter Kleidung. Bislang landen jährlich Millionen unverkaufter Kleidungsstücke im Müll, mit entsprechenden Folgen für Klima und Umwelt.

Bildquelle: umweltberatung.at

Bedenkt man zudem die häufig problematischen Umstände der Herstellung, zeigt es, wie gravierend das Problem ist. Ab diesem Sommer, dürfen große Modehersteller ihre unverkauften Waren nicht mehr vernichten. Die Regelung gilt für große Unternehmen ab dem 19.07.2026, für mittlere Unternehmen gilt eine Umstellungsfrist bis 2030. Zudem besteht eine Informationspflicht über nicht verkaufte Ware, diese ist bereits aktuell für große Unternehmen in Kraft.

Die Vernichtung der Kleidung ist oft günstiger

Im Onlinehandel gibt es eine große Anzahl an Retouren. Es ist für die Unternehmen oft günstiger, die Rücksendungen zu vernichten anstatt sie zu recyceln. Aktuell werden EU-weit schätzungsweise knapp zehn Prozent der nicht verkauften Schuhe, Hosen oder T-Shirts vernichtet, das heißt meistens umweltbelastend verbrannt. Dies verursacht rund 5,6 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen, dies entspricht fast den gesamten Nettoemissionen Schwedens im Jahr 2021. Im deutschen Onlinehandel werden jährlich fast 20 Millionen zurückgesandte Artikel entsorgt.

Aufgrund der Ausmaßes der Problematik möchte die EU Unternehmen nun dazu ermutigen, ihre Bestände effizienter zu verwalten, Rücksendungen besser zu verarbeiten und Alternativen wie Wiederverkauf, Wiederaufarbeitung oder Spenden zu prüfen. 

Quelle:

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-verbot-vernichtung-kleidung-100.html

IG Klima Anregungen:

  • Beim Kauf auf qualitativ hochwertige Kleidung achten.
  • Reparieren vor neu kaufen

Unser Buchtipp 

„Im Grunde gut“ von Rutger Bregman befasst sich mit der Frage, ob der Mensch gut oder schlecht sei. Dabei taucht Bregman tief in die Menschheitsgeschichte ein. Kritisch beleuchtet er zum Beispiel das Milgram-Experiment und zeigt bewegende Beispiele dafür, dass wir als soziale Wesen kooperieren möchten. Er verschließt aber auch nicht die Augen vor dem, was in den Weltkriegen passierte, zeigt aber auch dort übersehene Aspekte der Menschlichkeit auf. Ein dickes Buch voller inspirierender Beispiele und Recherchen.

Quelle: eigenes Foto

Die IG Klima Kürten setzt sich entschieden für eine Abkehr von fossilen Energieträgern in der Mobilität und in der Wärmeversorgung ein, um die Erderwärmung zu stoppen. 

Wollen das auch die Ölkonzerne?

Wir empfehlen dringend den sehenswerten Arte-Zweiteiler „Im Würgegriff der Ölkonzerne“ anzuschauen.

Diese Filme zeigen, wie Ölkonzerne ihr Geschäftsmodell jahrzehntelang auf Kosten des Klimas betrieben haben und wie „… Ölkonzerne und ihre Verbündeten in der Politik jahrzehntelang Zweifel an der Ursache des Klimawandels schürten und notwendige Gegenmaßnahmen behinderten.

Sie fragen nach den Gründen für die lange Untätigkeit angesichts der wachsenden Bedrohung und nach der Verantwortung der mächtigen Ölkonzerne, insbesondere der von Exxon Mobil.“ 

Text-und Bildquelle: arte.de

1.Teil: https://www.youtube.com/watch?v=xj7Sqgb1paQ

2.Teil: https://www.youtube.com/watch?v=S912Ar28CDA

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Soweit die IG Klima News im Februar. Wir wünschen Ihnen/Euch einen wunderbaren Ausblick auf die ersten Schneeglöckchen und Krokusse, sowie entschieden klimafreundliches Handeln.

Patrick Walraf (Sprecher IG Klima Kürten)

IG-Klima-Film-Abend – “Vom Wundermaterial zum Umweltkiller”

Plastik begleitet uns überall: Es schützt unsere Lebensmittel, erleichtert unseren Alltag – und bedroht gleichzeitig unsere Umwelt wie kaum ein anderes Material. Wie konnte ein gefeiertes Wundermaterial zu einem globalen Problem werden?

Wir laden dich herzlich ein zu einer besonderen Veranstaltung, die  genau dieser Frage nachgeht. Gemeinsam schauen wir die eindrucksvolleDokumentation „Vom Wundermaterial zum Umweltkiller“, die uns mitnimmt auf eine Reise durch Erfindung, Nutzen und Folgen von Plastik.

Im Anschluss öffnen wir den Raum für Diskussion, Austausch und neue Ideen. Welche Erfahrungen hast du gemacht?  Wie können wir im Alltag bewusster handeln? Welche Lösungen gibt es bereits – und welche brauchen wir noch?

Komm vorbei, lass dich inspirieren und bring deine Perspektive ein. Jede Stimme zählt, jeder Gedanke kann etwas bewegen.

Wir freuen uns auf einen lebendigen Abend voller Erkenntnisse, Gespräche und gemeinsamer Motivation für eine plastikärmere Zukunft.

Wir treffen uns 

  • am Samstag, den 14. März 2026
  • um 18 Uhr
  • im Pfarrheim Dürscheid, Kirchberg 3