Sommerpause des Stammtischs im Juli
Im Juli macht der IG Klima Stammtisch eine Sommerferienpause, am letzten August-Donnerstag geht es dann wie gewohnt in der Gaststätte zur Alten Ulme weiter.
Sommerpause des Stammtischs im Juli
Im Juli macht der IG Klima Stammtisch eine Sommerferienpause, am letzten August-Donnerstag geht es dann wie gewohnt in der Gaststätte zur Alten Ulme weiter.
der dritte Stammtisch der IG Klima Kürten hat unter der Überschrift „1,5 Liter Verbrauch – wie geht das?“ stattgefunden.
„1,5 Liter Verbrauch – wie geht das?“ Es geht um das Vorantreiben der Antriebswende
Anlässlich des dritten IG Klima Stammtisches in der Alten Ulme zu Kürten ging es um den Auto-Antrieb der Zukunft.
Der Straßenverkehr ist für rund 20 Prozent der bundesdeutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Daher ist es notwendig, die Antriebswende voranzutreiben. Wir müssen uns von fossilen Treibstoffen im Straßenverkehr so schnell wie möglich verabschieden. Während andere Bereiche ihre Emissionen durch den Ausbau der erneuerbaren Energien senken konnten – wie z. Bsp. der Stromsektor -, stiegen die Emissionen beim Verkehr sogar leicht an.
Patrick Walraf, Sprecher der IG Klima Kürten referierte unter dem Titel „1,5 Liter Verbrauch – wie geht das?“ zuerst über einige Fakten zu den in der Öffentlichkeit diskutierten Antriebsoptionen beim PKW. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen diese Energieträger zukünftig zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Diese sind dann Wasserstoff, sogenannte E-Fuels und der reine Elektrobetrieb.
Wie effizient ist das E-Auto?
Bei der Effizienz der Antriebe zeigten sich eklatante Unterschiede: Während ein direkt mit Strom betriebenes Fahrzeug 73% des Stroms zum Vortrieb nutzen kann, sind es beim Wasserstoff lediglich 22 % und nur noch 13 % bei den E-Fuels. Diese deutlichen Unterschiede sind in Umwandlungsschritten begründet, welche für die Herstellung von Wasserstoff und E-Fuels notwendig sind. Da das E-Auto den Strom direkt „tanken“ kann, fallen hier lediglich die Verluste bei dem leitungsbasierten Transport und bei der Umwandlung in den Trafos und Wechselrichtern zu Buche.
Umgekehrt betrachtet würde also ein 3-Megawatt-Windrad übers Jahr 1600 E-Auto oder 600 Wasserstoff-Autos und nur klägliche 250 mit E-Fuels betriebene Fahrzeuge antreiben können. Hier punktet das E-Auto eindeutig.
Im Hinblick auf die Tank- bzw. Lade-Infrastruktur ergibt sich ein ähnlich deutliches Bild: Es gibt aktuell 100 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland gibt, aber keine einzige E-Fuel-Tanksäule. Für E-Autos stehen hingegen 123.449 Ladepunkte bundesweit zur Verfügung, im Zeitraum Januar 2024 bis Januar 2024 gab es hier eine Steigerung um 40 Prozent! Auch das ist ein Argument für das E-Auto. Einige erfahrene Stammtisch-Besucher berichteten angesichts des Ladepunktnetztes vom problemlosen Reisen in Deutschland und in die meisten europäischen Länder.
Weitere Vorteile des E-Autos
Ein in Europa fahrendes E-Auto spart laut einer Studie von Transport & Environment, dem Europäischen Dachverband für sauberen Verkehr und Energie 63 % CO2-Emissionen über seinen Lebenszyklus im Vergleich zu einem Diesel oder Benziner ein. Durch den Ausbau der Erneuerbaren werden zudem E-Autos immer sauberer. Wer nicht grundsätzlich auf ein Auto verzichten kann, was leider auf einige Kürtenerinnen und Kürtener zutrifft, sollte daher das E-Auto wählen.
Die Kosten für das Laden eines E-Autos sind, je nach Lademöglichkeit, sehr unterschiedlich. Am teuersten sind Schnelllader. Hier ergibt sich beim spontanen Laden fast eine Preisparität mit fossilen Treibstoffen und dem Wasserstoff. Alle bewegen sich zwischen 10,- bis 13,- € pro 100 Kilometer. Wird das E-Auto zu Hause geladen, halbiert sich der Preis auf ca. 5,- €. Wer eine Photovoltaikanlage sein Eigen nennt, wird sein Auto für etwas über 2,- € „tanken“ können.
Im weiteren Verlauf des Abends gab es einen regen Erfahrungsaustausch zwischen E-Auto-Fahrern und Autofahrern, die mit einem Wechsel in Richtung E-Mobilität liebäugeln. Zuerst bereitet die Veränderung Unbehagen und Angst. Gewohnheiten zu ändern ist nicht leicht. Unbegründete Vorbehalte können aber abgebaut werden, so die E-Mobilisten. Ein „E-Auto ist voll alltags- und reisetauglich“ sagt Patrick Walraf, der seit fast zehn Jahren elektrisch ins Sauerland pendelt. Er tritt im Sommer sogar eine Reise nach Schottland an.
Die IG Klima will ermutigen, sich mit der Technik des E-Autos zu befassen und lädt auch gerne ein, eine Mitfahrt zum Ladepark Hilden zu erleben. Dort gibt es übrigens sehr leckere Backwaren des Bäcker Schüren. Anfragen gerne unter info@klima-kuerten.de.

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