Bürgertag für alternative und emissionsarme Mobilität

In Zusammenarbeit der Gemeinde Kürten mit der IG Klima Kürten und im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche findet vom 18. bis 19 September ein Bürgertag für alternative und emissionsarme Mobilität statt.

Samstag, 18. September – Mobilität auf 4 Rädern

Sonntag, 19. September – Mobilität auf 2-3 Rädern

jeweils 11 bis 17 Uhr Karlheinz-Stockhausen-Platz, Kürten


Informationen, Beratung und Praxiserfahrungen von Bürgern für Bürger. Falträder, E-Scooter, E-Bikes, Lastenräder, Elektroroller, Elektromotorräder und Elektroautos zum Anschauen, Anfassen und für Probemitfahrten.


Programm:
Samstag, 18. September

11 UhrBeginn mit Begrüßung
ganztägigElektroautos, Elektromotorräder und Elektroroller zum Anschauen, Anfassen und für Probemitfahrten
ganztägigFahrzeug-Ausstellung von regionalen Händlern: Gieraths, Bongen, Mop’n Roll, …
ganztägigStand „Informationen & Beratung“ zu Elektroautos/Elektroroller
14 Uhr bis …Vortrag „Sonne in Tank“ im Bürgerhaus,
Referent ist Martin Halbrügge von der Verbraucherzentrale NRW
ganztägigStand „Energieberatung“ der Verbraucherzentrale NRW
ganztägigQuiz zur Elektromobilität
ganztägigStand zum Thema „Take Away Food“, Vorstellung des Mehrwegsystems „Vytal“
17 UhrEnde

Sonntag, 19. September

11 UhrBeginn mit Begrüßung
ganztägigFalträder, E-Scooter, E-Bikes, Lastenräder, Elektroroller, Elektromotorräder zum Anschauen, Anfassen und für Probemitfahrten
ganztägigFahrzeug-Ausstellung von regionalen Händlern: Velokölsch, Mop’n Roll, …
ganztägigStand „Informationen & Beratung“ zu Elektroautos/Elektroroller
zwischen 9 und 12 UhrEinweihung der Ausleihstation „Bergisches E-Bike“
ganztägigStand zum Thema „Take Away Food“, Vorstellung des Mehrwegsystems „Vytal“
17 UhrEnde

Programm als PDF-Download

Vom Acker bis zum Teller: Gemeinsam die Ernährungswende meistern

Zukunftsimpuls des Wuppertal Instituts gibt Empfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für nachhaltige Ernährungs- und Konsumkonzepte

Die Ernährung ist in Deutschland durchschnittlich für rund 15 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Verbraucherinnen und Verbraucher sowie betriebliche Kantinen und Schulmensen können an vielen Stellen dazu beitragen, das Klima zu schützen. Doch was macht nachhaltige Ernährung aus? Wie lässt sie sich im Alltag umsetzen und auch in der Gastronomie etablieren? Und wie kann eine umweltfreundlichere Landwirtschaft gefördert werden? Antworten darauf liefert der neue Zukunftsimpuls „Zukunftsfähige Ernährungs- und Konsummuster gestalten“ des Wuppertal Instituts und gibt Empfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

weitere Infos: https://wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/7430

Photovoltaik in Kürten

Was ist „Photovoltaik“?

„Unter Photovoltaik… versteht man die direkte Umwandlung von … Sonnenlicht, mittels Solarzellen in elektrische Energie. Seit 1958 wird sie in der Raumfahrt genutzt, später diente sie auch zur Energieversorgung einzelner elektrischer Geräte wie Taschenrechnern oder Parkscheinautomaten. Heute ist mit großem Abstand die netzgebundene Stromerzeugung auf Dachflächen und als Freiflächenanlage das wichtigste Anwendungsgebiet, um konventionelle Kraftwerke zu ersetzen.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik

Die Photovoltaik ist nicht zu verwechseln mit der Solarthermie. Letztere nutzt die Wärmestrahlung der Sonne zur Brauchwasser-Erwärmung und Heizungsunterstützung.

Wie hoch ist der Stromverbrauch aller Einwohner in Kürten und wie sieht die anteilige Stromproduktion mittels Photovoltaik in unserer Gemeinde aus?

Wie sieht es nun in Kürten mit dem Ausbau der Photovoltaik aus (Stand 2018)? (1)

Stromverbrauch: 42.511.341kWh/Jahr

Photovoltaik-Stromproduktion: 4.226.244 kWh/Jahr

Dies entspricht einem Anteil von 9,94 %.

Zum Vergleich: Lindlar: 14,65 %

Much: 12,18 %.

Deutschland: 8,9 % (2)

Das ungenutzte Potential an privaten, gewerblichen und kommunalen Dachflächen ist in Kürten, anderen Gemeinden und Deutschland immer noch riesengroß.

Es wird geschätzt, dass die Nutzung aller Dachflächen in NRW die doppelte Menge an Strom liefern könnte, die Privathaushalte verbrauchen.

Auch für Kürten gilt:

Macht die Dächer voll“ (Zitat: Volker Quaschning)

Quelle (1): www.rechnerphotovoltaik.de/phtovoltaik/in/nordrhein-westfalen/kuerten

Quelle (2): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/250915/umfrage/anteil-der-photovoltaik-an-der-stromerzeugung-in-deutschland/

Ist mein Dach geeignet für eine Photovoltaik:

Durch die Verbesserung der Leistung von Photovoltaik-Modulen, sind auch in Kürten Dächer mit Süd-, Ost- und West- gut geeignet. Entscheidend sind aber auch Faktoren, wie Verschattung z. B. durch Bäume, Dachgauben usf.

Eine grobe Antwort auf die Frage bietet das „Solarkastaster NRW“:

https://www.energieatlas.nrw.de/site/karte_solarkataster

Welche Größe sollte meine Anlage haben?

Da der Eigenverbrauch in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird, sollte die maximal mögliche Dachfläche genutzt werden.

Schon heute nutzen Kürtener Bürger den selbsterzeugten Strom um ihr E-Auto zu laden und um eine Wärmepumpe zu betreiben.

Können Dachbegrünung und Photovoltaik kombiniert werden?

Ja! Beides kann sich sehr gut ergänzen. Weitere Infos unter:

https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/energie-sparen/begruenung-und-photovoltaik

Aktuell gibt es ein durch die Gemeinde Kürten aufgelegtes Förderprogramm zur Dachbegrünung.

https://www.kuerten.de/politik-verwaltung/planen-umwelt/klimaschutz/foerderung-zur-dachbegruenung/

Gibt es Fördergelder?

Ja. Es gibt ein Förderprogramm vom Land NRW für Batteriespeicher:

https://www.land.nrw/de/tags/progresnrw

Ist ein Batteriespeicher sinnvoll? Wie lange hält er?

Nach unserer Erfahrung bietet ein Batteriespeicher die Möglichkeit, Morgens, Abends und Nachts den selbst erzeugten Strom zu nutzen. Ein Batteriespeicher ist nach 8 bis Jahren nicht kaputt, er verliert lediglich etwas von seiner Kapazität und kann noch viele weitere Jahre verwendet werden. Die aktuell von vielen Herstellern gebauten LFP ((Lithium-Eisen-Phosphat) sind sehr robust.

Gibt es eine Einspeisevergütung?

Ja, diese sinkt aber bislang immer mehr, was wiederum den Eigenverbrauch attraktiver macht.

Was bringt mir eine Photovoltaik-Anlage auf meinem Dach?

• Ich gestalte die Energiewende mit.

• In Niedrigzinszeiten kann ich den Wert meiner der Immobilie steigern und nach 10 bis 12

Jahren den Ertrag meiner Investition in Form von günstigen Strom „ernten“

• Durch die zukünftige Zunahme des Stromverbrauchs für die Elektromobilität und die Wärmepumpe im Zusammenhang mit absehbar steigenden Strompreisen, wird der Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Strom noch attraktiver.

Wann habe ich meine Investition für die Errichtung der Anlage wieder erwirtschaftet?

Abhängig von verschiedenen Faktoren, hat sich eine Photovoltaik-Anlage nach ca. 10 bis 12 Jahren refinanziert. Danach wirft sie für viele Jahre Gewinn in Form von selbst erzeugtem Strom ab.

Wie lange hält eine Photovoltaik-Anlage?

Die ersten in Kürten errichteten Anlagen sind laut den Besitzern noch in Betrieb und voll funktionsfähig. Es fallen auch kaum Wartungskosten an. Im Laufe der Jahre lässt zwar die Leistung der Module ein wenig nach. Man geht mittlerweile von 30 Jahren und mehr Nutzungszeit aus. Bei Wechselrichtern, die den Gleichstrom aus den Modulen in Wechselstrom (230 Volt) umwandeln, ergibt sich ein gemischtes Bild: manche halten sehr lange, andere weniger. Alle Hersteller bieten heutezutage aber lange Garantiezeiten an.

Ist der ökologische Fußabdruck einer Photovoltaik-Anlage nicht höher als der Ertrag?

Nein, nach 17 bis 40 Monaten ist der ökologische Fußabdruck ausgeglichen, ab dem Zeitpunkt tragen PV-Anlagen zur Reduzierung des eigenen CO2-Fußabdrucks bei.

Quelle: https://www.verbraucherzentrale.sh/pressemeldungen/energie/photovoltaikanlagen-so-gut-sind-sie-fuer-den-oekologischen-fussabdruck-50972

Hier nun Daten einiger PV-Anlagen in Kürten (Stand Jahr 2020)


BaujahrLeistung (Kw Peak)AusrichtungAnzahl Module
Modul-Leistung (Watt Peak)Stromertrag 2020 (KwH)Autarkie-Grad (%)Jahresstrom-verbrauch (KwH)Nutzung des StromsBatterie-speicher (KwH)
PV 120083,9Süd2019535964700Haushalt, E-Auto—-
PV 220129,165Ost/West4719568258054Haushalt, Wärme-pumpe, E-Auto—-
PV 320127,35Süd30240759922,043906Haushalt, E-Auto—–
PV 420149,45Süd35270851040-60114002 Haushalte, E-Auto8
PV 52018/193,140Süd6270Haushalt, E-Roller—-
PV 610/20208,94Süd273307028 (10/2020 bis 8/2021)706500Haushalt, 2 E-Autos7,7

Newsletter Nr. 1 der IG Klima Kürten

Kürten, der 27.06.2021

Liebe Leser*innen,

dies ist die erste Info-Mail der IG Klima Kürten. Wir möchten Sie/Euch zukünftig über die aktuellen Aktivitäten der IG Klima informieren.

Anfang 2021 haben sich Kürtener Bürger*innen zusammengefunden, um vor Ort in Kürten Antworten auf die Klimakrise zu finden. Die Begrenzung des menschengemachten Klimawandels, der nachhaltige Umgang mit Energie und Rohstoffen und die Erhaltung der natürlichen Vielfalt erachten wir als Voraussetzung für das Überleben aktueller und zukünftiger Generationen. Unsere Teams arbeiten daher an den Themenfeldern Biodiversität, Energie- und Wärmewende, Mobilitätswende und Nachhaltigkeit im Alltag.

Wir möchten auf klimarelevante Probleme hinweisen und aufzeigen, dass es nachhaltige Lösungen gibt, die nicht unbedingt Verzicht bedeuten, sondern ein gutes Gefühl erzeugen und auch Spaß machen. Außerdem möchten wir auf interessante Beiträge von Dritten hinweisen und nützliche Links teilen.

Wer Lust hat sich aktiv in der IG Klima Kürten zu beteiligen oder auch Fragen hat, kann gerne unter info(at)klima-kuerten.de eine Mail schreiben.

Wer diese Info-Mail nicht mehr erhalten möchte, kann sich per Mail unter info(at)klima-kuerten.de abmelden.

Viel Spaß bei der Lektüre.

Patrick Walraf (Sprecher der IG Klima Kürten)

Aktuelles

Die aktuellen Unwetter und Überschwemmungen in vielen Teilen Europas sind laut Meteorologen eine Folge von Veränderungen des Jet Streams und dies wiederum eindeutig auf die Zunahme des CO2-Gehalts in der Luft zurückzuführen. Wir sind betroffen von dem durch diese Veränderungen verursachten Leid in den stark betroffenen Regionen. Auch Kürten ist nicht verschont geblieben. Wir möchten allen Menschen die Angehörige, Haus, Hab und Gut verloren haben unser Mitgefühl ausdrücken.

Team Biodiversität

Renaturierung einer Feuchtwiese

Das Team Biodiversität hat sich ein erstes Projekt in Kürten-Olpe vorgenommen. Dies steht vor dem Hintergrund, dass biologische Vielfalt und Klimaschutz eng miteinander verbunden sind und einander gegenseitig beeinflussen. Naturschutz hat die Aufgabe, Ökosysteme intakt zu halten. Aus Untersuchungen (sog. Jena-Experiment) von Blumenwiesen mit unterschiedlicher Artenzahl ging hervor, dass artenreiches Grünland nicht nur eine höhere Biodiversität aufweist, sondern auch mehr Kohlenstoff im Boden speichert, als artenarmes. Deshalb trägt die Pflege der Feuchtwiese, die sie wieder zu einer artenreichen Wiese entwickeln soll, nicht nur zur Förderung der Biodiversität, sondern auch zum Klimaschutz bei. Die Renaturierung von Feuchtwiesen und Feuchtgebieten befähigt diese zur Aufnahme von Kohlenstoff und zu dessen Speicherung.  Kohlenstoff ist Bestandteil des Treibhausgases Kohlendioxid, welches bekanntlich zur Klimaerwärmung beiträgt. So ist die Feuchtwiese ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. 

Am 12. Juni erfolgte die erste große Aktion auf der Feuchtwiese in Kürten‐Olpe. Die Wiese auf der Ostseite des Olper Siefen an der Straße Löhfeld wird seit einigen Jahren durch Brennnesseln, Drüsigem Springkraut und Brombeeren geprägt. Nur noch sehr wenige typische Feuchtwiesenpflanzen, wie Mädesüß und Baldrian, können sich hier durchsetzen. Deshalb muss diese Fläche – damit sie wieder eine artenreiche Feuchtwiese wird – zweimal im Jahr gemäht werden. Der wichtigste und größte Kraftakt dabei ist das Abtragen des Mahdgutes. Bliebe es liegen, würde es die gewünschten Pflanzen ersticken und zu einer weiteren Aufdüngung führen. Irgendwann gäbe es dann nur noch eine eintönige Fläche von Brennnesseln als Stickstoffanzeiger. Zudem soll die Verbreitung des Drüsigen Springkrauts verringert werden. Die typischen Pflanzen der Bergischen Feuchtwiesen können sich dann wieder durchsetzen. Diese bieten einer Vielzahl von Schmetterlingen Nahrung und Lebensraum. In vielen Gegenden selten geworden ist beispielsweise der Mädesüß‐Perlmuttfalter, der auf feuchte Waldsäume mit ausgedehnten Mädesüßbeständen angewiesen ist.

Am Samstag war das Team sehr froh, das anstrengende Sensen und das kräftezehrende Abräumen nicht bei großer Hitze bewältigen zu müssen. Schubkarre für Schubkarre wurde eine Unmenge an Brennnesseln und Springkraut in einen von der Gemeinde Kürten gestellten Container verbracht. Nach vier Stunden war es dann geschafft. Die Kürtener Aktiven waren erschöpft und glücklich, einen kleinen Beitrag zum Erhalt eines Bergischen Biotops geleistet zu haben.

Der nächste Mahdtermin steht im September an. Hierfür würde sich das Team über tatkräftige Unterstützung und über ein paar mehr Schubkarren freuen. Hilfe ist sehr herzlich willkommen! Interessenten können sich gerne vorab unter info(at)klima-kuerten.de melden.

Grün statt grau“

Die Gemeinde Kürten hat, unter Federführung der Klimaschutzmanagerin Rebbeca Grunert, den Wettbewerb „“Grün statt grau“ ausgerufen. Hierbei geht es um die Schaffung von artgerechten Lebensräumen in Vorgärten. Viele Bürger*innen versuchen durch die Gestaltung ihrer Gärten und Vorgärten solche Lebensräume zu gestalten. Sogenannte Stein- oder Schottergärten hingegen, bieten der heimischen Pflanzen- und Tierwelt keinen Lebensraum und beeinflussen das Mikro-Klima in negativer Weise. Wer sich informieren möchte und eventuell auch am Wettbewerb teilnehmen möchte, kann dies unter folgendem Link tun:

https://www.kuerten.de/politik-verwaltung/planen-umwelt/klimaschutz/wettbewerb-gruen-statt-grau/

Team Energiewende

Das Team befasst sich aktuell mit der Frage, wie das große, noch brachliegende Potential an Dachflächen im privaten und gewerblichen Bereich im Kürtener Gemeinde für die Erzeugung von Strom aus Photovoltaik erschlossen werden kann. Hierbei geht es einerseits darum, Besitzer der Liegenschaften zu informieren und zu motivieren. Wir möchten Beispiele dafür geben, dass sich Photovoltaik-Anlagen für das Klima und für den Einzelnen lohnen. Laut eigener Recherchen wurden im Jahr 2018 erst knapp 10 % des in Kürten verbrauchten Stroms durch Photovoltaik erzeugt.

Quelle: https://www.rechnerphotovoltaik.de/photovoltaik/in/nordrhein-westfalen/kuerten

Wer sich unverbindlich über das Solarpotential seines Gebäudes informieren möchte, kann dies beim Solarkataster NRW tun. Der Link hierzu:

https://www.energieatlas.nrw.de/site/karte_solarkataster

Hier ein interessanter Bericht des NDR zur Anschaffung einer Photovoltaikanlage:

Team Mobilitätswende

Die Neugestaltung der Mobilität im ländlich geprägten Kürten ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaneutralität. Einige Mitglieder des Teams Mobilitätswende haben schon seit Jahren ihre Mobilität umgestellt und nutzen zum Beispiel elektrische Fahrzeuge mit 2, 3 oder 4 Rädern. Die Erfahrungen im Alltag und auf Reisen zeigen, dass eine Mobilität ohne Verbrennungsmotor schon heute in Kürten möglich ist, Spaß macht und somit der persönliche CO2-Fußabdruck gesenkt werden kann.

Das Team Mobilitätswende plant für September die Beteiligung an der „europäischen Mobilitätswoche“ und steht dafür im engen planerischen Austausch mit der Gemeinde. Verschiedene Formen einer nachhaltigen, emissionsfreien und leisen Mobilität sollen am 18. und 19.09.2021 in Kürten im Wortsinne er-fahr-bar werden. Das detaillierte mit der Gemeinde Kürten erarbeitete Programm folgt im nächsten Newsletter und wird auch auf den Homepages der Gemeinde Kürten und der IG Klima Kürten zu finden sein.

Hier der Link zum Programm des Rheinisch Bergischen Kreise:

https://www.rbk-direkt.de/europaeische-mobilitaetswoche.aspx

Team Nachhaltigkeit im Alltag

Pilotprojekt Mehrwegsystem

Dieses Team hat sich schwerpunktmäßig mit den Müllbergen im Take Away Bereich befasst. Es entsteht jedes Jahr ein gewaltiger Berg an Müll, bestehend aus Verpackungen, die oft nur wenige Minuten im Einsatz sind und dann weggeworfen werden. Ab 2023 verpflichtet der Gesetzgeber Gastronom*innen ab einer bestimmten Größe dazu, ihren Kund*innen ein Mehrwegsystem anzubieten. Abgesehen von dieser gesetzlichen Verpflichtung sind wir der Meinung, dass wir schon vorher etwas gegen diese Ressourcenverschwendung tun können. 


In einem Pilotprojekt möchten wir daher gemeinsam mit der Gemeinde Kürten, der Gastronomie, den Bürger*innen und den Interessensgemeinschaften  ein einheitliches Mehrwegsystem in Kürten etablieren. Das hat den großen Vorteil, dass sich nicht alle Gastronom*innen einzeln um eine Lösung kümmern müssen und Verbraucher*innen nicht mit unterschiedlichen Behältern und Rückgabestationen konfrontiert werden – Klimaschutz vor der Haustür, von dem alle profitieren können.

Das Kölner Startup-Unternehmen Vytal bietet ein System, welches bereits im Raum Köln/Bonn und anderen benachbarten Städten und Gemeinden erfolgreich eingesetzt wird. Das System ist pfandfrei, Gastronom*innen und Verbraucher*innen müssen sich lediglich einmal registrieren, bei der Abholung des Essens werden die Behälter dann ganz einfach über eine App registriert. Für jede Befüllung zahlen Gastronom*innen eine geringe Gebühr. Dieser ist vergleichbar oder sogar niedriger als für herkömmliche Einwegverpackung. Für Kund*innen fallen keine Gebühren an. Da es keine Grundgebühr gibt, lohnt sich das System auch für Gastronom*innen mit wenig To-Go oder Außerhausgeschäft, die so ebenfalls einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten können. 

Informationen zu Vytal:

https://www.vytal.org/

Antrag der SPD: „Fairtrade-Gemeinde Kürten“

Die SPD-Fraktion wird Ende Juni einen Antrag zur Abstimmung in den KUZA (Klima-, Umwelt- und Zukunftsausschuss) der Gemeinde Kürten einbringen. Kürten ist im Rheinisch Bergischen Kreis eine der letzten Gemeinden, die noch nicht den Status einer Fair-Trade-Gemeinde hat. Die IG Klima Kürten unterstützt den Antrag der SPD und hat ihre Mitarbeit angeboten. Das Fair Trade Siegel setzt sich für eine faire und nachhaltige Produktion von Gütern ein, die der Ausbeutung entgegenwirkt.

So, das war es erst einmal. Wir wünschen Allen einen guten Sommer!

Bis zum nächsten Mal.

Patrick Walraf (Sprecher der IG Klima Kürten)

Wettbewerb Grün statt grau: Doch lieber keinen Schotter – und jetzt?

Der Einfluss unserer Gärten und Vorgärten auf Klima und Umwelt wird oft unterschätzt – gerade für das Mirkoklima in Städten und Gemeinden können wir mit unserer Gartengestaltung viel bewirken. Mit der Umwandlung eines Schotter(vor)gartens in eine naturnahe Fläche können wir also echten Umwelt und Klimaschutz – im wahrsten Sinne direkt vor der Haustür – betreiben.

Um dies zu unterstützen, ruft die Gemeinde Kürten zu einem Wettbewerb auf: 

Grün statt grau – naturnaher Garten statt Schotterpiste

Die besten Projekte werden ausgezeichnet und mit einer Prämie belohnt.

Wie könnte der zukünftige Garten optisch ausehen? Welche Pflanzen sind besonders gut geeignet und wo kann ich sie beziehen? Wie kann ich einen naturnahen Garten auch pflegeleicht gestalten? Auf der Seite der Gemeinde gibt es zahlreiche Anregungen, Ideenfindungen und hilfreiche Informationen für die Umsetzung und überzeugende Gründe, warum eine solche Umwandlung unbedingt sinnvoll ist:

Wettbewerb: Grün statt grau (kuerten.de)

Erster Schnitt der Feuchtwiese in Kürten‐Olpe

Am 12. Juni trat die IG Klima Kürten in Sachen Biodiversität gemeinsam zur ersten großen Aktion auf der Feuchtwiese in Kürten‐Olpe an. Die Wiese auf der Ostseite des Olper Siefen an der Straße Löhfeld wird seit einigen Jahren durch Brennnesseln, Drüsigem Springkraut und Brombeeren geprägt. Nur noch sehr wenige typische Feuchtwiesenpflanzen, wie Mädesüß und Baldrian, können sich hier durchsetzen. Deshalb muss diese Fläche – damit es wieder eine artenreiche Feuchtwiese wird – zweimal im Jahr gemäht werden. Der wichtigste und größte Kraftakt dabei ist das Abtragen des Mahdgutes. Würde es liegen gelassen, würde es die gewünschten Pflanzen ersticken und zu einer weiteren Aufdüngung führen. Irgendwann gäbe es dann nur noch eine eintönige Fläche von Brennnesseln als Stickstoffanzeiger. Zudem soll die Verbreitung des Drüsigen Springkrauts verringert werden. Die typischen Pflanzen der Bergischen Feuchtwiesen können sich dann wieder durchsetzen. Sie bieten einer Vielzahl von Schmetterlingen Nahrung und Lebensraum. In vielen Gegenden selten geworden ist beispielsweise der Mädesüß‐Perlmuttfalter, der auf feuchte Waldsäume mit ausgedehnten Mädesüßbeständen angewiesen ist. Am Samstag war das Team sehr froh, das anstrengende Sensen und das kräftezehrende Abräumen nicht bei großer Hitze bewältigen zu müssen. Schubkarre für Schubkarre wurde die Unmenge an Brennnesseln und Springkraut in einen von der Gemeinde Kürten gestellten Container verbracht. Nach vier Stunden war es dann geschafft. .Der nächste Mahdtermin steht im September an. Hierfür würde sich das Team tatkräftige Unterstützung und noch ein paar Schubkarren mehr wünschen. Hilfe ist sehr herzlich willkommen!

Takeaway ohne Plastikmüll: Pilotprojekt für ein einheitliches Mehrwegsystem für den Gastronomiebereich in Kürten

Wer kennt es nicht? Hungrig und voller Vorfreude die Speisekarte zu studieren, zu bestellen und dann ein hoffentlich leckeres Essen genießen. Spätestens beim Abräumen wird jedoch klar, welchen gigantischen Plastikmüllberg man sich damit ins Haus geholt hat. Dabei ist es so einfach, das zu ändern: Das Essen in einer Mehrwegverpackung bestellen und so ohne Müll und ohne zusätzliche Kosten oder eine Pfandgebühr mit nach Hause nehmen. Nach dem Genuss können die Behälter bei jedem Gastronomiebetrieb oder Supermarkt mit heißer Theke, die sich dem System angeschlossen haben, abgegeben werden. Dazu hat man 14 Tage Zeit. Damit das praktikabel ist, brauchen wir natürlich  so viele Gastronomiebetriebe wie möglich, die dabei mitmachen. Denn dann können wir die Behälter direkt um die Ecke oder z.B. beim nächsten Einkaufen zurückgeben. Es gibt auch eine App, die einem anzeigt, wo die nächste Rücknahmestelle ist. Für die Gastronomiebetriebe ist das Ganze sogar kostengünstiger als die Ausgabe in Einwegverpackungen.

weitere Infos: https://www.vytal.org/

Einwegverpackungen aus Kunststoff werden fast ausschließlich aus fossilen Rohstoffen gewonnen und sind damit klimaschädlich. Durch die Entsorgung und das Recycling werden weitere Emissionen und Kosten verursacht. Auch mit den Spülvorgängen und der Logistik steht die Öko- und Klimabilanz der Mehrwegbehälter wesentlich besser da. Und wenn ein Mehrwegbehälter einmal ausgedient hat, wird er selbstverständlich recycelt.
Spätestens 2023 sind Gastronomiebetriebe gesetzlich verpflichtet, Mehrwegverpackungen anzubieten. Wir sind der Ansicht, dass wir diesen Weg schon früher und mit einem einheitlichen Mehrwegsystem für Kürten einschlagen können. Die Verantwortung liegt aber nicht bei der Gastronomie, sondern bei uns allen und wir können dieses Projekt nur gemeinsam mit allen Beteiligten durchziehen. Wir sind gerade dabei, dem System in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Kürten Rebecca Grunert einen Weg zu bereiten, um interessierten Gastronomiebetrieben, die dieses Angebot gerne nutzen möchten, den Einstieg so leicht wie möglich zu machen. Jeder von uns kann dazu beitragen, die Gastronomiebetriebe zu unterstützen, indem wir ihr Takeaway-Angebot nutzen und das Mehrwegangebot freudig annehmen.