Zukunftswerkstatt in Kürten

NRW.Energy4Climate lädt zusammen mit der Stadt Kürten und der IG Klima Kürten Interessierte zur ersten Zukunfts- werkstatt ein!

Im Rahmen des Projektes „Klimaschutz in kleinen Kommunen und Stadtteilen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten und -patinnen“ (KlikKS) wird in Kürten die erste Zukunftswerkstatt stattfinden. Ziel der Veranstaltung ist es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren, wie der Klimaschutz in Kürten weiterentwickelt und Projekte konkret umgesetzt werden können.

Statement der IG Klima Kürten

Als IG Klima Kürten freuen wir uns sehr auf diese Veranstaltung. Die gemein- same Entwicklung von Ideen und Maß- nahmen sind ein wichtiger Schritt zu mehr lokalem Klimaschutz. Diese möchten wir gerne an dem Tag gemeinsam formulieren und würden uns auch freuen, für die Zukunft engagierte Menschen aus allen Altersstrukturen, Lebensbereichen und Erfahrungen sowie mit diversen Sichtweisen zu finden. Bitte seien Sie dabei! Wann, wenn nicht jetzt und wer, wenn nicht Sie?“.

Arbeit an Thementischen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops werden in kleinen Gruppen an verschiedenen Thementischen arbeiten, um konkrete Ideen und Vorschläge in den Themenbereichen Mobilität, Erneuerbare Energien, Biodiversität, Konsum und Ernährung zu erarbeiten. Ein Team von KliKKS begleitet und moderiert die Veranstaltung.

Klimaschutz durch Klimapaten und Klimapatinnen

Ziel von KlikKS ist es, ehrenamtliche Klimaschutzpaten und -patinnen auszubilden, die sich dann vor Ort aktiv für den Klimaschutz einsetzen und gemeinsam mit der Kommunalverwaltung konkrete Klimaschutzprojekte entwickeln und umsetzen. Hier befindet man sich dann in „guter Gesellschaft“ mit der IG Klima Kürten.

Mehr Infos zu KlikKS unter:

https://www.klimaschutz.de/de/projekte/klikks-klimaschutz-kleinen-kommunen-und-stadtteilen

Zigarettenkippen – Gift für die Umwelt und für uns Menschen

Zigarettenkippen achtlos wegzuwerfen, ist keine gute Idee, denn Zigarettenkippen enthalten
mehr als 4.000 verschiedene Gifte, darunter Nikotin, Arsen, Cadmium, Blei, Benzol, Chrom, und
Kupfer. Die Filter bestehen aus Kunststoff, der zu Mikroplastik zerfällt.
Die Fasern zerfallen sehr langsam. Studien haben ergeben, dass bei Zigarettenfiltern die Zersetzung
zu Mikroplastik etwa 15 bis 400 Jahre dauert. Die Ziegarettenkippen bleiben folglich als
Mikroplastik für immer in unserer Umwelt erhalten.¹
Tatsächlich reicht bereits 1/8 einer Kippe, um alle Wasserflöhe in einem Liter Grundwasser zu
töten. Fünf Kippen töten alle Schnecken darin.² Es heißt auch, dass eine einzige achtlos
weggeworfene Zigarettenkippe mit ihren enthaltenen Giftstoffen rund 1.000 Liter Wasser
verseucht.¹
Es besteht die Gefahr, dass Vögel Zigarettenkippen zum Nestbau nutzen. Die Folge wären
genetische Veränderungen oder sogar der Tod ihrer Nachkommen. Viele Tiere und auch die Fische
in unseren Flüssen, Seen und Meeren verwechseln die Zerfallsprodukte der Kippen mit Nahrung.
Die Kippen verstopfen ihren Verdauungstrakt und lassen sie sterben.¹
Die Zerfallsprodukte der Kippen beeinträchtigen auch die Keimfähigkeit und das Wachstum von
Gräsern, Klee und anderen Pflanzen. Eine achtlos weggeworfene Zigarette im trockenen Wald, kann
schnell zum Waldbrand führen. Nur 5 % aller Waldbrände entstehen durch natürliche Ursachen. Der
häufigste Grund für Waldbrände ist menschliche Unachtsamkeit, und zwar überwiegend durch
weggeworfene Zigarettenkippen.¹
Da die Kippen in die Nahrungskette unserer Tierwelt gelangen, landen sie damit auch in den Mägen
von uns Menschen. Somit ist ebenso unsere Gesundheit gefährdet.
Es wäre so einfach, das zu ändern, indem RaucherInnen ihre Kippen mit nach Hause nehmen oder
sie vor Ort in Mülleimern, Aschenbechern oder den inzwischen immer öfter in Kürten zu findenen
Zigarettenkippendosen entsorgen. Damit leistet man als RaucherIn einen guten Beitrag für die
Gesundheit von uns allen.

¹BUND- Landesverband Schleswig-Holstein e.V. Zigarettenkippen (bund-sh.de)
²Aufheber Initiative Zigarettenpfand Zigarettenkippen als ökologisches Problem – Eine Übersicht
(zigarettenpfand.eu)

Die IG Klima Kürten setzt sich für unsere demokratischen Grundwerte und für den Klimaschutz ein

Es wird von rechts außen erheblich gegen Umwelt- und Klimapolitik mobilisiert. Die AfD wendet enorm viele Ressourcen für diese Kampagne auf und entwickelt komplexe Strategien, darunter verwenden sie massiv das rhetorische Mittel der Delegitimierung: Klima- und Naturschutz werden der freiheitlich demokratischen Grundordnung widersprechend propagiert (die Rede von der Öko-Diktatur u. ä.). Zwar werden durchaus regionale Naturschutzthemen (als Heimatschutz) annektiert, aber globale Umweltprobleme werden geleugnet. Die AfD macht Politik mit Angst und Desinformation. Ideologiegeleitet werden naturwissenschaftliche Fakten abgelehnt.

Ganz praktisch verhindert die AfD Klima- und Umweltschutz: In den Landkreisen mit AfD-Beteiligung wurden Fördergelder für Klima- und Naturschutz gestrichen. In diesen Landkreisen wurden auch Bürgerbeteiligungen schwieriger gestaltet bzw. boykottiert. Und: Die AfD droht nicht nur in weitere Landkreise, sondern auch in Europa einzuziehen! Klimaschutzpolitik ist dadurch erheblich bedroht.

Weiterführende Links: https://klimagerecht-leben.de/

KLIMATAG auf dem Streetfood-Festival in Kürten

Vom 22.09.2023 – 24.09.2023 findet das STREETFOOD – FESTIVALKLIMA- UND VEREINSTAG auf dem Karlheinz-Stockhausen-Platz statt.

Am Samstag, den 23.09.2023 zwischen 12:00 und 18:00 Uhr gestalten wir in Kooperation mit der Gemeinde Kürten auf dem Festival einen Klimatag mit Vorträgen, Ständen, Informationen, Probefahrten usf. 

Es erwarten Sie interessante Impulsvorträge zu aktuellen Klimaschutz-Themen:

Auf dem Karlheinz-Stockhausen-Platz befinden sich an diesem Samstag Stände der IG Klima Kürten zu den Themen Biodiversität, Nachhaltigkeit im Alltag, Energie-, Wärme- und Mobilitätswende. Die Aktiven der IG stehen für den Dialog mit den Bürger*innen bereit. Weiterhin werden die Initiative KlimaGerecht Leben, die BUND Jugend, die Verbraucherzentrale NRW, der ADFC Ortsgruppe Kürten, Metabolon und Weitere vertreten  sein.

StartEndeThemaReferentOrt
12:0012:20Eröffnung mit Ansprachen
Bühne  auf dem  KH-Stockhausen-Platz
12:2013:00Mit welchen Heizsystemen kann ich mein Haus klimaneutral versorgen?Dipl.-Ing. Martin Halbrügge; Verbraucherzentrale  NRWBürgerhaus
13:0013:308 Jahre E-Auto – aus dem Leben eines SauerlandpendlersPatrick Walraf, Sprecher IG Klima KürtenBürgerhaus
13:3014:00Raus aus der Plastik-Krise!Simon Käsbach, Sprecher BUND Jugend,  IG Klima KürtenBürgerhaus
14:0014:30Ehrung Teilnehmer  Stadtradeln MGV OlpeADFC Kürten
Bühne  auf dem  KH-Stockhausen-Platz
14:3015:30Podiumsdiskussion: Klimaschutz im Alltag aus verschiedenen PerspektivenTeilnehmer*in: Viviane Pape, Klimaschutz- und Fördermittelmanagerin,, Roland Vossebrecker, Initiative KlimaGerecht Leben, Patrick Walraf, IG Klima KürtenBühne  auf dem  KH-Stockhausen-Platz
15:0015:30Balkonkraftwerke – (fast) jeder kann Energiewende! Patrick Walraf, Sprecher IG Klima KürtenBürgerhaus
15:3016:00Klimabäume Carola Hoppen, Naturgarten  e. V.,  IG Klima KürtenBürgerhaus
16:0016:30Photovoltaik – eine Investition in die ZukunftPatrick Walraf, Sprecher IG Klima KürtenBürgerhaus

IG Klima Kürten beim Flohmarkt der Kleiderkammer

Die IG Klima Kürten informiert beim Flohmarkt der Kleiderkammer Kürten über ihre Aktivitäten in den Bereichen Biodiversität, Nachhaltigkeit im Alltag und Energie-, Wärme- und Mobilitätswende.

Flohmarkt am 12. August von 11-16 Uhr

Kleiderkammer des ZinK-Vereins

Dorfstraße 14, Kürten-Bechen

(ehemaliges Gasthaus Zur Erholung)

Nachhaltiges Shopping in der Kleiderkammer Kürten

In Europa werden pro Person durchschnittlich jedes Jahr fast 26 Kilogramm Textilien gekauft und etwa elf Kilogramm davon weggeworfen. Weniger als die Hälfte der Altkleider wird zur Wiederverwendung gesammelt und nur ein Prozent wird zu neuer Kleidung recycelt. Die Bekleidungsproduktion steigt stetig an, während die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Kleidungsstücks gesunken ist.

Ungehemmter Klamotten-Konsum oder lieber wertschätzendes, verantwortungsvolles Einkaufen? Gemeinsam Ressourcen, Klima und Umwelt schonen und gleichzeitig Freude am Stöbern, Entdecken und Stylen haben? 

Wie dringend notwendig ein Umdenken in unserem Konsumverhalten ist, zeigen folgende Fakten.

Bei der Herstellung eines einzigen Baumwoll-T-Shirts werden 4,4 kg CO2 ausgestoßen. In der EU verursachte eine Person im Jahr 2020 durch den Kauf von Textilien rund 270 Kilogramm CO₂-Emissionen, insgesamt führte der Verbrauch von Textilerzeugnissen in der EU zu 121 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen.

Weltweit verursacht die Modebranche 10 Prozent der CO₂-Emissionen – mehr als internationale Luftfahrt und Seeschifffahrt zusammen.

Die Ökobilanz eines T-Shirts aus Synthetik-Fasern ist sogar noch verheerender. Hinzu kommt, dass bei einer einzigen Wäsche von Polyesterkleidung 700.000 Mikroplastikfasern freigesetzt werden können. Etwa 35 Prozent des primären Mikroplastiks, das in die Umwelt gelangt, wird durch Waschen von synthetischen Textilien verursacht. Dabei wird der größte Teil des Mikroplastiks bei den ersten Waschgängen freigesetzt. „Fast Fashion“, welche auf Massenproduktion, niedrigen Preisen und hohen Verkaufszahlen basiert, führt zu einem Anstieg an ersten Waschgängen und damit auch zu einer erhöhten Freisetzung von Mikroplastik. Insgesamt hat das Waschen synthetischer Produkte zu einer Ansammlung von 14 Millionen Tonnen Mikroplastik auf dem Grund der Ozeane geführt. 

Ca. 2.700 Liter Süßwasser werden für die Produktion eines Baumwoll-T-Shirts verbraucht, etwa so viel, wie ein Person in 2,5 Jahren trinkt.

In 2020 wurden im Durchschnitt neun Kubikmeter Wasser, 400 Quadratmeter Land und 391 Kilogramm Rohstoffe benötigt, um Kleidung und Schuhe für jeden EU-Bürger herzustellen. Hinzu kommen ca. 20 Prozent der weltweiten Wasserverschmutzung, die durch die Färbung und Veredelung von Textilien im Rahmen ihrer Herstellung verursacht werden. Der Textilsektor ist somit die drittgrößte Quelle für Wasserverschmutzung und Flächenverbrauch.

Das ist eine verheerende Bilanz und wir sollten uns die Frage stellen, was wir damit machen. Die Augen verschließen und weitermachen wie bisher? Oder nutzen wir sie als Antrieb, um unser Verhalten wirksam zu verändern, gemeinsam neue Wege und Lösungen zu finden, ohne auf die Freude am Einkaufen verzichten zu müssen? 

Wir können nämlich auch anders:

  • Nur das kaufen, was wirklich benötigt wird
  • Beim Einkaufen auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit achten
  • So wenig wie möglich waschen, bei möglichst geringen Temperaturen und an der Luft trocknen
  • Die Nutzungsdauer der Kleidung durch den Kauf von gebrauchter Kleidung, Reparatur und Weitergabe so weit wie möglich zu verlängern

Gerade für die letzten Punkte bietet sich uns durch die Kleiderkammer Kürten eine wunderbare Gelegenheit. 

In der Dorfstraße 14 in Kürten-Bechen (ehemaliges Gasthaus Zur Erholung) betreibt der ZinK-Verein einen gemütlichen Second-Hand-Laden mit einem abwechslungsreichen Sortiment zu sehr günstigen Preisen. Schuhe, Accessoires und Kleidung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene warten auf neue Trägerinnen und Träger. Dank des großen Zulaufs und der Vielzahl an Spenden gibt es stets etwas Neues zu entdecken.

Das engagierte Team der Kleiderkammer freut sich auf unseren Besuch!

Öffnungszeiten:

Spendenannahme

montags 15 bis 18 Uhr

Second-Hand-Laden

dienstags und mittwochs 15 bis 18 Uhr sowie jeden 1. Samstag im Monat 10 bis 12:30.

Aktuelle Termine

Flohmarkt am 12. August von 11-16 Uhr auf dem Parkplatz hinter der Kleiderkammer

Weiter Infos: Kleiderkammer

Quellen:

Umweltauswirkungen von Textilproduktion und -abfällen (Infografik) | Aktuelles | Europäisches Parlament (europa.eu)

Neue Mode aus alten Kleidern? Besser ist länger tragen – NABU

BMUV: Mode und Textilien

https://imbstudent.donau-uni.ac.at/lessemissions2/der-co2-fussabdruck-unserer-kleidung/

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A52022DC0141