IG-Klima-Vortrag: Weg von Gas und Öl 

Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wird immer mehr zur Belastung für alle. Wie wäre es, wenn es Wege gäbe, diese Abhängigkeit drastisch zur verringern? Was, wenn diese wirtschaftlich sinnvoll wären? Zudem würde das Klima profitieren, da die CO2-Emissionen sinken. Ein Win-Win-Win-Situation, einerseits für das Klima, andererseits für den Geldbeutel und zum Dritten für eine größere Sicherheit und Resilienz. 

Patrick Walraf, Sprecher der IG Klima Kürten wird in seinem Vortrag aufzeigen, dass  sich die private Energiewende lohnt und welche Möglichkeiten es für Hausbesitzer*innen und Mieter*innen gibt.

Der Vortrag ist kostenlos und lohnt sich auf jeden Fall.

Termin: Samstag, 30.05.2026, 18:00 Uhr

Ort: Bürgerhaus Kürten, Karlheinz-Stockhausen-Platz

Newsletter Mai

Liebe Leserinnen und Leser,

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen und Arbeiten einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

                           Antoine de Saint-Exupéry

Welche Sehnsucht haben wir?

Einige von uns, die im Nachkriegsdeutschland geboren wurden, sind mit dem Spruch aufgewachsen: „Kind, Du sollst es einmal besser haben als ich“. Das war damals die Vision unserer Eltern. Heute schmeckt dieser Spruch etwas abgestanden. Es ging nach den Kriegs- und Nachkriegsnotjahren vor Allem um materiellen Wohlstand, vielleicht verständlich nach Jahren der Not und Entbehrung. Umwelt- oder Klimaschutz waren in der Öffentlichkeit kein Thema. Das Bewusstsein, dass diese Art von materiellem Wohlstand unsere Lebensgrundlagen zerstört, entstand erst in den folgenden Jahren.

Wie wäre es mit einem Revival dieses Spruches in abgewandelter Form? 

„Liebes Kind, ich vermache Dir eine klimaneutrale Zukunft in der es gerecht und fair zugeht und die Menschheit die planetaren Grenzen achtet und die Biodiversität schützt!“ 

Wie wäre es mit der Vision einer Zukunft in der wir unseren Kindern und Enkeln gesunde Lebensgrundlagen schenken? Ja es ist eine große Vision und wir müssen viel dafür tun. Was ist aber die Alternative? Wollen wir etwa im Tümpel des „Weiter-Wie-Bisher“ ersticken? Es gibt keine Alternative für eine lebenswerte Zukunft. Die Initiative KlimaGerecht Leben hat als Alternative zum Begriff „Wohlstand“ den Begriff des „Wohlseins“ geprägt. Es geht nicht um immer mehr sondern vielmehr um Genügsamkeit, Wertschätzung und die richtigen Entscheidungen weg von einer fossilen Wegwerf-Mentalität.

Was ist Eure klimafreundliche und -gerechte Sehnsucht?

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Worum geht es in diesem Newsletter?

Wir berichten über unseren Geburtstagsausflug, einen Energiewende-Vortrag im Mai und unsere nächste Wärmepumpenparty. 

Wir erläutern unsere Sorge um das Gelingen eines Energie- und Mobilitätswende-Projekts in Kürten.

Zudem geht es um Mobilität in einem Vergleich zwischen Verbrenner und E-Auto und der Möglichkeit auf 2 Rädern fit und schnell von A nach B zu kommen.

Am Ende empfehlen wir eine sehr hörenswerte Podcast-Folge vor, die in dieser Episode über den Tellerrand schaut.

Viel Spaß beim Lesen!

Die IG Klima hat Geburtstag gefeiert

– Ein Besuch auf Metabolon –

Zum 5. Geburtstag der IG Klima waren wir zu Besuch bei Metabolon in Lindlar.

Die IG Klima entstand im Jahr 2021 auf Initiative von Patrick Walraf zuerst im digitalen Raum, denn es war Corona-Zeit. Einige Treffen weiter konnten sich die Menschen der ersten Stunde dann physisch zusammensetzen. Der Impuls zur Gründung entstand aus einem Ohnmachtserleben vor dem Hintergrund der fortschreitenden Klimakrise, des Artensterbens und der Überschreitung der planetaren Grenzen (am10. Mai ist übrigens Erd-Überlastungstag – siehe unten stehendes Zitat!). Es war 2021 auch deutlich, dass von Seiten der Politik viel zu wenig getan wird, um  diese drängenden Themen anzugehen – leider ist das heute schon wieder ähnlich, der Klimaschutz ist zu einem “Nice to have” geworden, unverantwortlich angesichts der zu erwartenden drastischen Folgen! So beschlossen wir in und für Kürten im Rahmen unserer persönlichen Möglichkeiten anzuregen, zu informieren, auf Lösungen und Möglichkeiten hinzuweisen um die Biodiversität zu schützen, nachhaltiges Verhalten anzuregen und die Energie-, Mobilitäts- und Wärmewende anzustoßen. 

Zitat zum Erd-Überlastungstag:

„Würden alle Menschen so leben wie in Deutschland, wäre das Ressourcenbudget der Erde rechnerisch bereits im ersten Drittel des Jahres erschöpft.

Am 10. Mai ist das Limit hierzulande erreicht.“ 

(Quelle: Spiegel.de)

In den 5 Jahren der Existenz der IG Klima haben wir viele Aktionen, z. B. Info-Tage, Vorträge und auch praktische Projekte umgesetzt. Und wir machen weiter!

Was haben wir auf Metabolon erfahren?

Es ging los mit einem Vortrag zu Metabolon. Neben der Verarbeitung von Müll, findet hier Forschung statt, Bürger*innen können sich informieren und es werden auch pädagogische Angebote für Kitas und Schulen gemacht.

Der Aufstieg auf den „Deponiekegel“ offenbarte einen atemberaubenden Blick auf die Region. Gleichzeitig waren die vielen Stufen auch der bedrückende Beweis für alte Müllsünden der Konsumgesellschaft. Noch bis Anfang der 2000er Jahre wurde Müll einfach aufgeschüttet. Erst danach wurde nach anderen Methoden der Müllvermeidung und des Recyclings gesucht. Was ist nun mit diesem „Deponiekegel“? Er bewegt sich und gärt. Dabei entsteht Methan, das ein um 28 Mal höheres „Global Warming Potential“ hat als CO2 (Quelle: Wikipedia – Stichwort „Treibhauspotential“) . Was bedeutet das für solche alten Deponien? Diese müssen mit einer dicken Folie abgedichtet werden, das Methan wird durch Leitungen abgeführt und für die Erzeugung von Energie verwendet. Der Müllberg wird also noch lange Arbeit machen und ist gleichzeitig ein Mahnmal für die Fehler der Vergangenheit.

Entsorgen oder Verwerten?

Ist nun alles besser? Wie nah sind wir an wirklichen Stoffkreisläufen? Während für Metalle und Glas eine hohe Recycling-Quote erreicht wird, sieht es zum Beispiel bei Kunststoff anders aus. Hier ist die Recycling-Quote sehr gering. Der weit überwiegende Anteil wird „thermisch verwertet“, also verbrannt, ein kleine Teil erlebt dann ein „Downcycling“, das heißt die Lebensmittelverpackung aus Plastik bekommt ein zweites Leben in Form von anderen Verbrauchsgütern um schließlich auch “thermisch verwertet”, also verbrannt zu werden. Dieser Prozess erzeugt CO2.

Weltweit werden nur 4 bis 12 % des Plastiks recycelt. Je nach Region wird das meiste Plastik entweder deponiert oder verbrannt. Das sind sehr beunruhigende Zahlen. 

Ein Video von Rosie Barns, vom YouTube-Kanal „Engineering with Rosie“ zum Thema Plastik und Klima findet Ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=D1rJNSVnpfI

Unser Fazit

Wir müssen so viel wie möglich Plastikverpackungen vermeiden und zum Beispiel bei Getränken zur Glasflasche greifen. Diese ist zwar schwerer, kann aber viele Male recycelt werden. Wir sollten uns in Kürten auch fragen, ob wir wirklich Wasser kaufen müssen. Warum nicht das in Kürten qualitativ hochwertige Leitungswasser trinken?Das spart Müll, Transport und Kosten.

Des Weiteren können wir im Haushalt bei der Anschaffung von Gütern auf eine hohe Langlebigkeit achten. Häufig ermöglichen dies die  plastikfreien Alternativen aus Metall, Holz oder Glas.

IG-Klima-Vortrag: Weg von Gas und Öl 

– die private Energiewende –

Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wird immer mehr zur Belastung für alle. Wie wäre es, wenn es Wege gäbe, diese Abhängigkeit drastisch zur verringern? Was, wenn diese wirtschaftlich sinnvoll wären? Zudem würde das Klima profitieren, da die CO2-Emissionen sinken. Ein Win-Win-Win-Situation, einerseits für das Klima, andererseits für den Geldbeutel und zum Dritten für eine größere Sicherheit und Resilienz. 

Patrick Walraf, Sprecher der IG Klima Kürten wird in seinem Vortrag aufzeigen, dass  sich die private Energiewende lohnt und welche Möglichkeiten es für Hausbesitzer*innen und Mieter*innen gibt.

Der Vortrag ist kostenlos und lohnt sich auf jeden Fall.

Termin: Samstag, 30.05.2026, 18:00 Uhr

Ort: Bürgerhaus Kürten, Karlheinz-Stockhausen-Platz

IG-Klima-Wärmepumpenparty

Schon zweimal hatte die IG Klima zu Wärmepumpenpartys eingeladen. Dieses Mal geht es nach Biesfeld zu einer interessanten Kombination: zwei nebeneinanderstehende Häuser, das Eine mit einer Erdwärme-, das Andere mit einer Luftwärmepumpe.  

Nach einem Vortrag von Patrick Walraf über die Wärmepumpentechnologie können beide Anlagen besichtigt werden.

Termin: 13.06.2026,15:00 – 17:00 Uhr

Ort:        Biesfeld, genaue Adresse wird nach Anmeldung bekanntgegeben

Die Teilnahme ist kostenlos

Aufgrund der begrenzten Teilnehmer*innenzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Dies kann unter: info@klima-kuerten.de erfolgen. Nach Anmeldung wird den Teilnehmenden die Adresse mitgeteilt.

Energiewende-Projekt in Gefahr?

Am Hang gegenüber dem Rathaus-Platz hat der Unternehmer Patrick Pütz eine Kombination aus Photovoltaik und Ladeinfrastruktur mit Parkplätzen geplant. Dieses Projekt wurde im letzten Jahr im KUZA (Klima- und Zukunftsausschuss) vorgestellt und von der Politik positiv aufgenommen. Im Planungsausschuss vom 16.04.2026 ging es um den Vorgang der „frühen Bürgerbeteiligung“. Dies ist ein übliches und gesetzlich vorgeschriebenes Verfahren bei größeren Projekten und soll den Bürger*innen ermöglichen ihre Anregungen, Sorgen und Einwände einzubringen. 

Nun lehnte plötzlich eine politische Mehrheit aus CDU und AFD die Durchführung dieses Schrittes ab. Was bedeutet das für das Projekt? Ist es in Gefahr? 

Das Projekt „SolaHang“ ist ein innovatives Projekt und adressiert gleich mehrere wichtige Zukunftsthemen. Zum Einen erhält der Ort eine weitere klimaneutrale und kostengünstige Energieerzeugungsanlage. Zum Anderen wird die Ladeinfrastruktur verbessert. Auf den Parkmöglichkeiten soll es Lademöglichkeiten für E-Autos geben. Im Hinblick auf den Hochlauf der E-Mobilität ein wichtiger Aspekt, der insbesondere Mieter*innen ohne eigenen Stell- und Ladeplatz ermöglichen würde, ein E-Auto zuladen. In der Vergangenheit hat die IG Klima Kürten aus diesen Gründen das Projekt ausdrücklich begrüßt und von einer innovativen und zukunftsweisenden Idee für Kürten gesprochen. Nun haben wir Anlass zur Sorge, wie es mit diesem Projekt weitergeht. Daher appellieren wir an die Politik, dieses für Kürten wichtige Projekt zu unterstützen.  Der Rheinisch Bergische Kreis fordert im Übrigen die Gemeinden auf, Flächen für Photovoltaik bereitzustellen.

Sicherlich ist kein Auto die klimafreundlichste Alternative. Es werden keine Ressourcen für die Herstellung gebraucht. Es werden keine Reifen verschlissen und somit kein Mikroplastik erzeugt. Letzteres ist ein nicht unerhebliches Problem, ca. ein Drittel der Mikroplastik-Emissionen stammen aus Reifenabrieb. Auf EU- und UN-Ebene wird an entsprechenden Regelungen gearbeitet. Auch technische Lösungen, zum Beispiel Auffangsysteme am Fahrzeug oder in Gullys sind in Entwicklung. Nun muss etwas passieren, die Gesetzgebung angepasst und die technische Möglichkeiten entwickelt und umgesetzt werden. Die konsequeste Lösung ist die Reduzierung des Individualverkehrs.

Was wenn es aber doch ein Auto sein muss…

Die Benzin- und Diesel-Preise explodieren gerade. Wir lernen nun wieder, dass Benzin und Diesel nicht auf Bäumen oder an der Tankstelle wachsen, sondern in von Krisen heimgesuchten Regionen der Welt unter menschen- und umweltbelastenden Bedingungen gefördert werden. Auf das Auto verzichten, öffentlich oder mit dem Rad fahren entlastet den Geldbeutel. Aber wie ist es aus, wenn es nicht anders geht und das Auto die einzige Alternative ist? Wie ist es aktuell mit den Energiekosten von E-Auto versus Verbrenner? Ist das E-Auto vielleicht eine Alternative. 

Hierzu eine kurze persönliche Betrachtung. Meine berufliche Pendelstrecke führt über 44 KM ins Sauerland nach Lüdenscheid. ÖPNV-Anbindung? Gibt es laut DB-App: Abfahrt um 23:46 ab Kürten Rathaus – am Vortag! Nach 5 Stunden Aufenthalt in Wipperfürth, ginge es dann über Marienheide nach Lüdenscheid, Ankunft um 8:00 pünktlich zum Arbeitsbeginn. Als ich im Jahr 2010 die Stelle antrat, musste also eine Lösung her. Also wurde damals, ein kleines Auto angeschafft, ein Diesel. Dessen Umweltschädlichkeit (CO2,Partikelemissionen) ließ mir aber keine Ruhe. Daher schaffte ich, sobald es möglich wurde, ein E-Auto als klimaschonendere Alternativean.

Neben dem Klima-Aspekt – ein E-Auto wird im Laufe des Lebens immer klimafreundlicher, mein Fahrzeug ist mittlerweile 13 Jahre alt und hat über 260.000 KM auf dem Tacho – hat sich diese Anschaffung bezahlt gemacht. Mit der mittlerweile vorhandenen Photovoltaik-Anlage fahre ich in den sonnenreichen Monaten für ca. 1,80,- € auf 100 KM (Stromgestehungskosten der eigenen PV: 10 ct/kWh, Verbrauch 18kWh/100KM). Im Winter sind es mit einem dynamischen Stromtarif von im Schnitt ca. 25 ct/kWh 4 ,50 €. Ich habe mal nachgerechnet, wie teuer mir mein damaliger sparsamer Diesel (ein Kleinstwagen und eigentlich eine kleine Umweltsau, was die Feinstaubemissionen anging) mit 4 Litern Verbrauch auf 100 KM kommen würde: 8,- € bei einem aktuellen Preis von 2,00 €/Liter. 

Wie sähe es aber aus, wenn ich nur öffentlich laden könnte? Es gibt in Kürten mittlerweile einige Lademöglichkeiten, vom günstigen Tarif für langsames AC-Laden bei ALDI für 29 ct/kWh in Bechen und Kürten bis hin zum Schnellladen bei Hetzenegger (49 ct/kWh) in Dürscheid oder mit Abo für 42,3 ct bei Penny in Biesfeld (39 ct plus anteilig 3,3ct/kWh für das Vielfahrer-Abo in Höhe von 11,99 €/Monat). Das ergibt bei angenommen großzügigen 18 kWh/100 KM Verbrauch eine Bandbreite 5,22 bis 8,82 €. Zum Vergleich: Benziner haben laut Spritmonitor.de im Schnitt einen durchschnittlichen Verbrauch von 7,76 Litern/100 KM. Beim aktuellen Benzinpreis von ca. 1,89 € (Stand 10.05.2026) ergibt das Kosten von 14,66 €/100 KM. Beim Diesel wird auf Spritmonitor ein Durchschnitt von 6,651 Litern/100 KM (Stand 10.05.2026). Das ergibt Kosten von 12,49 €. 

Also eine Win-Win-Situation. Wer nicht auf das Auto verzichten kann, schont das Klima und den eigenen Geldbeutel. Hier lohnt sich also der Umstieg auf die klimaschonendere Alternative in jedem Fall. 

Wer es gesünder und noch klimafreundlicher haben will, dem sei der folgende Beitrag empfohlen.

Lust auf non-fossile Frühlingsfitness?

Spritpreise zu hoch? 

Lust auf mehr Bewegung?

Das „normale“ Pedelec ist zu langsam für die Kürtener Überlandpendelstrecken?

Fehlende Radwege in Kürten nerven?

Wie wäre es mit einem S-Pedelec? 

Das S-Pedelec ist ideal für alltägliche Pendelstrecken innerhalb von Kürten oder nach Bergisch Gladbach. Der Motor unterstützt bis 45km/h, was das „Mitschwimmen“ im Verkehr verbessert. Interkommunale Distanzen schmelzen dahin. Der Akku kann problemlos entnommen werden und zu Hause oder bei der Arbeit geladen werden.

Der Fitnessfaktor kann dosiert werden, zum Beispiel morgens entspannt mit höherer Unterstützung zur Arbeit, nachmittags, mit „kleiner“ Unterstützung, gelingt dann das persönliche Workout.

Besonderheiten:

Der Anschaffungspreis ist im Vergleich zu einem normalen Pedelec höher, gute Gebrauchte können aber zu einem fairen Preis erworben werden. Die Benutzung von Fahrradwegen ist nicht erlaubt. Dies dürfte aber in Kürten kein Problem darstellen, da es leider bei uns kaum Radwege gibt.

Die Kennzeichenpflicht ist eine Besonderheit und ermöglicht eine Mitversicherung des Bikes, zudem ist zumindest ein Mofa-Führerschein erforderlich.

Persönliche Erfahrungen und Einschätzung.

Der Verfasser nutzt seit ca. 2 Jahren ein S-Pedelec, innerhalb von Kürten und auf einem Teil seiner Pendelstrecke ins Sauerland. Nie mehr zurück zu einem „normalen“ Pedelec ist sein Fazit! Das S-Pedelec ist eine wunderbare Art sich draußen zu bewegen, auf Alltagswegen etwas für die Fitness zu tun und dabei auch noch schnell ans Ziel zu kommen.

Neugierig geworden? Wie wäre es mit einer Testfahrt bei einem regionalen Händler?

Unser Podcast-Tipp:

Das Ende des Erdöls beginnt jetzt

mit Dirk Specht

Wr empfehlen etwas für die Ohren, das unsere Sicht über der Tellerrand der Umgangsweise der deutschen Bundesregierung mit der aktuellen Situation am Energiemarkt. Was machen andere außereuropäische Länder? 

Hierzu zitieren wir aus der Podcast-Beschreibung:

“Die Schließung der Straße von Hormuz hat die fossile Abhängigkeit der Welt schlagartig sichtbar gemacht – und gleichzeitig gezeigt, wer vorbereitet ist und wer nicht. Dirk Specht, Aufsichtsrat und Unternehmer im Energiesektor, hat die Krise auf einer zweimonatigen Asienreise hautnah miterlebt. Sein Fazit: Während Indien Gaskocher in acht Monaten per Gesetz verbannt, Bangladesh Diesel-Aggregate aus dem Netz wirft und Sri Lanka seinen Solarausbauplan um vier Jahre vorzieht, landet Deutschlands Antwort – ein Tankrabatt – direkt bei den Ölkonzernen. China hat das Dilemma fossiler Abhängigkeit seit Jahrzehnten strategisch durchgespielt, u.a. in Hinblick auf die Straße von Malakka. Seitdem laufen die Fünfjahrespläne, werden übererfüllt, und seit Januar gilt per Gesetz: Kohlekraftwerke sind Reserve, kein einziges neues ist noch wirtschaftlich. Die Energiewende dort ist kein politisches Versprechen – sie ist Industriepolitik mit Ausführungsplan. In Deutschland hingegen bremst ein geschicktes Netzwerk aus Genehmigungshürden, gestärkten Netzbetreibern und methodisch fragwürdigen Systemkostenrechnungen den Ausbau der Erneuerbaren – mit absehbaren Folgen für Strompreise, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit. Dirk ordnet ein, was hinter der 36-Milliarden-Rechnung von Ministerin Reiche steckt und was Verbraucher und Unternehmen jetzt tun sollten, unabhängig davon, was die Politik entscheidet.”

Hier geht es direkt zum Podast:

https://www.youtube.com/watch?v=YIaSTmiFCQM

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So, dass war es mit unseren Mai-News. Falls Euch der Newsletter gefallen hat, empfehlt ihn gerne weiter. Wer uns kennenlernen möchte ist herzlich zum nächsten Plenum eingeladen.

Termin: 12.06.2026

Ort: Pfarrhaus,Kirchberg 4, Kürten-Dürscheid

Wir wünschen einen schönen und blühenden Frühsommer.

Mit allerbesten klimafreundlichen Grüßen,

Patrick Walraf (Sprecher IG Klima Kürten)

Geburtstagsausflug der IG Klima

Zum 5. Geburtstag der IG Klima waren wir zu Besuch bei Metabolon in Lindlar.

Die IG Klima entstand im Jahr 2021 auf Initiative von Patrick Walraf zuerst im digitalen Raum, denn es war Corona-Zeit. Einige Treffen weiter konnten sich die Menschen der ersten Stunde dann physisch zusammensetzen. Der Impuls zur Gründung entstand aus einem Ohnmachtserleben vor dem Hintergrund der fortschreitenden Klimakrise, des Artensterbens und der Überschreitung der planetaren Grenzen (am10. Mai ist übrigens Erd-Überlastungstag – siehe unten stehendes Zitat!). Es war 2021 auch deutlich, dass von Seiten der Politik viel zu wenig getan wird, um  diese drängenden Themen anzugehen – leider ist das heute schon wieder ähnlich, der Klimaschutz ist zu einem “Nice to have” geworden, unverantwortlich angesichts der zu erwartenden drastischen Folgen! So beschlossen wir in und für Kürten im Rahmen unserer persönlichen Möglichkeiten anzuregen, zu informieren, auf Lösungen und Möglichkeiten hinzuweisen um die Biodiversität zu schützen, nachhaltiges Verhalten anzuregen und die Energie-, Mobilitäts- und Wärmewende anzustoßen. 

Zitat zum Erd-Überlastungstag:

„Würden alle Menschen so leben wie in Deutschland, wäre das Ressourcenbudget der Erde rechnerisch bereits im ersten Drittel des Jahres erschöpft.

Am 10. Mai ist das Limit hierzulande erreicht.“ 

(Quelle: Spiegel.de)

In den 5 Jahren der Existenz der IG Klima haben wir viele Aktionen, z. B. Info-Tage, Vorträge und auch praktische Projekte umgesetzt. Und wir machen weiter!

Was haben wir auf Metabolon erfahren?

Es ging los mit einem Vortrag zu Metabolon. Neben der Verarbeitung von Müll, findet hier Forschung statt, Bürger*innen können sich informieren und es werden auch pädagogische Angebote für Kitas und Schulen gemacht.

Der Aufstieg auf den „Deponiekegel“ offenbarte einen atemberaubenden Blick auf die Region. Gleichzeitig waren die vielen Stufen auch der bedrückende Beweis für alte Müllsünden der Konsumgesellschaft. Noch bis Anfang der 2000er Jahre wurde Müll einfach aufgeschüttet. Erst danach wurde nach anderen Methoden der Müllvermeidung und des Recyclings gesucht. Was ist nun mit diesem „Deponiekegel“? Er bewegt sich und gärt. Dabei entsteht Methan, das ein um 28 Mal höheres „Global Warming Potential“ hat als CO2 (Quelle: Wikipedia – Stichwort „Treibhauspotential“) . Was bedeutet das für solche alten Deponien? Diese müssen mit einer dicken Folie abgedichtet werden, das Methan wird durch Leitungen abgeführt und für die Erzeugung von Energie verwendet. Der Müllberg wird also noch lange Arbeit machen und ist gleichzeitig ein Mahnmal für die Fehler der Vergangenheit.

Entsorgen oder Verwerten?

Ist nun alles besser? Wie nah sind wir an wirklichen Stoffkreisläufen? Während für Metalle und Glas eine hohe Recycling-Quote erreicht wird, sieht es zum Beispiel bei Kunststoff anders aus. Hier ist die Recycling-Quote sehr gering. Der weit überwiegende Anteil wird „thermisch verwertet“, also verbrannt, ein kleine Teil erlebt dann ein „Downcycling“, das heißt die Lebensmittelverpackung aus Plastik bekommt ein zweites Leben in Form von anderen Verbrauchsgütern um schließlich auch “thermisch verwertet”, also verbrannt zu werden. Dieser Prozess erzeugt CO2.

Weltweit werden nur 4 bis 12 % des Plastiks recycelt. Je nach Region wird das meiste Plastik entweder deponiert oder verbrannt. Das sind sehr beunruhigende Zahlen. 

Ein Video von Rosie Barns, vom YouTube-Kanal „Engineering with Rosie“ zum Thema Plastik und Klima findet Ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=D1rJNSVnpfI

Unser Fazit

Wir müssen so viel wie möglich Plastikverpackungen vermeiden und zum Beispiel bei Getränken zur Glasflasche greifen. Diese ist zwar schwerer, kann aber viele Male recycelt werden. Wir sollten uns in Kürten auch fragen, ob wir wirklich Wasser kaufen müssen. Warum nicht das in Kürten qualitativ hochwertige Leitungswasser trinken?Das spart Müll, Transport und Kosten.

Des Weiteren können wir im Haushalt bei der Anschaffung von Gütern auf eine hohe Langlebigkeit achten. Häufig ermöglichen dies die  plastikfreien Alternativen aus Metall, Holz oder Glas.