Newsletter Februar

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir leben in politisch bewegten, zuweilen verstörenden Zeiten. Dabei kann der Eindruck entstehen, dass der Klimaschutz in Vergessenheit gerät. Wir von der IG Klima vergessen den Klimaschutz und die damit einhergehenden Transformations-Chancen nicht. Darum wird es wieder in diesem Newsletter gehen.

Berichten möchten wir zuerst von unserer Teilnahme an einem Webinar mit Referent**innen des SRU (Sachverständigenrates für Umweltfragen), in denen eine Vision für die Zukunft entwickelt wird.

Zudem sind in diesem Newsletter einige Tipps und Hinweise zu den Themen Wahlentscheidung, Balkonkraftwerke sowie Bücher zu finden.

Wir wünschen eine informative Lektüre.

mit Dr. Julia Michaelis und Bendix Vogel vom SRU

Unter dem Titel “Suffizienz als Strategie des Genug” hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), der von der Bundesregierung beauftragt wird, ein Papier mit 16 Thesen herausgebracht. Diese wurden bislang vom SRU in einigen Veranstaltungen zur Diskussion gestellt. 

Die Initiative KlimaGerecht Leben lud am 30.01.2025 zu einem Webinar ein, in denen Dr. Julia Michaelis und Bendix Vogel als Referent*innen des SRU eingeladen waren. Die IG Klima Kürten und einige  Gäste nahm im Jugendheim in Dürscheid an diesem Webinar mit  anschließender Diskussion teil.

“Der menschliche Naturverbrauch muss schnell und drastisch verringert werden. Gleichzeitig haben viele Menschen keinen ausreichenden Zugang zu Energie und Ressourcen.” (Zitat aus einer Stellungnahme des Sachverständigenrates). Hintergrund dieser Aussage ist, dass wir immer als Menschheit die planetaren Grenzen immer  noch überschreiten. Die Frage nach den  Grenzen des Wachstums wurde schon 1972 vom “Club of Rome” gestellt, sie ist aktueller denn je. Ein weiterer Aspekt des Zitats des SRU ist, dass wir ein eklatantes Wohlstandsgefälle haben. Ein Teil der Menschheit, zum Beispiel auch in Deutschland, lebt überwiegend im Wohlstand, verbraucht überdurchschnittlich viele Ressourcen und verursacht einen Großteil der weltweiten Emissionen. Ein anderer Teil derer Menschheit kämpft täglich ums Überleben und ist Leidtragender der Folgen des Klimawandels. Die Strategie des Genug ist also auch eine soziale Frage.

Was ist nun das Besondere an dem Gedanken der Suffizienz? “Suffizienz zielt darauf ab, den Verbrauch an Gütern und Dienstleistungen mit besonders schädlichen Umweltauswirkungen zu reduzieren.” so der SRU. Im Idealfall sind geschlossene Stoffkreisläufe anzustreben, zum Beispiel durch echtes Recycling. Leider sind wir davon noch weit entfernt. Ein Beispiel für einen nicht geschlossenen Stoffkreislauf ist die Verwendung von Erdöl: es wird entweder als Energieträger verbrannt, was zum “Verlust” von chemischen Stoffen in die Atmosphäre (CO2, Schadstoffe) hinein führt, oder es verunreinigt als Verpackungsabfall die Umwelt.  

Ein weiterer Aspekt neben der Suffizienz ist das Anstreben von Effizienz – das bedeutet mehr Output pro Input. Ein Beispiel für Effizienzsteigerung ist das Ersetzen von Verbrennungsmotoren mit einem Wirkungsgrad von 20 bis 30 Prozent durch Elektromotoren mit einem Wirkungsgrad von ca.. 70 Prozent. 

Der letzte Baustein ist die Konsistenz – gleicher Output mit weniger umweltschädlichem Input. Zum Beispiel können  weniger umweltschädliche Rohstoffe verwendet werden um Produkte zu erzeugen.

Letztendlich geht es um die Frage, wie wir unser Wirtschaftssystem weiterentwickeln können. Kann Wachstum der einzige Garant sein, für unser Leben, wenn wir doch erleben müssen, dass dieses Wachstum planetare Grenzen überschreitet und menschliches Leid schafft?

Rund um den Dreiklang von Suffizienz, Effizienz und Konsistenz hat der SRU 16 Thesen formuliert und diese in einem umfangreichen Papier erläutert. Die Initiative  KlimaGerecht Leben rund um Roland Vossebrecker hat Zusammenfassungen dieses Papiers erstellt, die vom SRU befürwortet wurden. 

Wer sich ausführlich mit den Thesen befassen möchte kann dies unter folgendem Link machen:

https://klimagerecht-leben.de/suffizienz-die-strategie-des-genug-fuer-eine-gesellschaftliche-debatte

Aktion Suffizienz-Mail an die Politik

Die Initiative KlimaGerecht Leben möchte in der Politik eine Debatte über die “Strategie des Genug” anstoßen. Mails an Politiker*innen und eine  Petition sind geplant. Wir, die IG Klima Kürten unterstützen diese Aktionen. Wer mit uns auch aktiv werden möchte, kann dies unter folgendem Link tun:

Der Wahl-O-Mat ist da!

Das Werkzeug der Bundeszentrale für Politische Bildung ist seit heute Online geschaltet. “Die Thesen des Wahl-O-Mat werden von einem Redaktionsteam aus Jungwählerinnen und Jungwählern aus ganz Deutschland, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Bildung sowie den Verantwortlichen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb entwickelt und ausgewählt.” (Quelle: Wahl-O-Mat/FAQs)

Sicherlich wissen die meisten unserer Leser*innen, was sie bei der Bundestagswahl wählen werden. Wer die eigene Wahlentscheidung auf den Prüfstand stellen will, kann dies mit dem Wahl-O-Mat tun. Dieses Werkzeug ist nicht perfekt, es ruft sicherlich Kontroversen hervor, lädt aber auch ein, sich vertiefend mit Themen unseres politischen und gesellschaftlichen Lebens zu befassen.

Vor allen Dingen spiegelt der Wahl-O-Mat die Absichten der Parteien hinsichtlich Klimaschutz, Energie-, Verkehrs- und Wärmewende wieder. 

Viel Spaß  beim “Wahl-O-Maten”:

https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2025/app/main_app.html

Der Kreis fördert die Energiewende in Bürgerhand

Sogenannte Balkonkraftwerke ermöglichen es uns, einen Teil unserer Stromversorgung mit relativ geringem finanziellem Aufwand selber in die Hand zu nehmen. Mittlerweile gibt es qualitativ gute Angebote für ca. 250,- €. Der Rheinisch Bergische Kreis fördert die Anschaffung mit einem Zuschuss von 200,- pro Anlage. Dies bedeutet, dass die eigene Investition noch geringer geworden ist, als die letzten Jahre. Warum nicht jetzt  zugreifen.

Der Fördertopf des Rheinisch Bergischen Kreises scheint noch gefüllt zu sein. Erfahrungsgemäß ist es günstig früh im Jahr einen Antrag zu stellen.

Weitere Infos unter:

https://www.rbk-direkt.de/foerderung-balkonsolaranlagen.aspx

Buchtipp

Cordula Weimann, Gründerin von “Omas fo Future” hat ein lesenwertes Buch geschrieben. Ihr Ansatz: die  Generation 50+ muss ins Klimaschutz-Boot, Omas – und auch Opas – sind gefragt. IN ihrem Buch beschreibt sie Lösungsansätze, berichtet von Beispielen, in denen Stadt uund Land sich auf den Weg in eine nachhaltige Zukunft gemacht haben.

Ein inspirierendes unnd lesenwertes Buch: 

Cordula Weimann: “Handeln! Aus Liebe zum Leben”

„Zukunfts-Bausteine e.V.“

Nachhaltigkeit meets Baustelle. 

Was tun  mit Büchern und CDs die wir nicht mehr brauchen? An die Initiative “Zukunftsbausteine e. V.” spenden!

“Die Bücher, CDs und DVs werden im Internet verkauft, der Erlös kommt Schulprojekten in Ghana und Malawi sowie einem Nachhaltigkeitsprojekt in Malawi zugute.”

Außerdem wird in ein Projekt in Malawi investiert bei dem Ziegel durch Nutzung nachhaltiger Brennstoffe besonders effizient gebrannt wird. Dies hat eine Verringerung der Emissionen zur Folge und ist weniger gesundheitsschädlich.

Im Himmel%Äd-Café in Schildgen aussortierte Bücher, CDs und DVDs abgegeben werden.
Voraussetzung: ISBN, nicht älter als 20 Jahre, in gutem Zustand, kleine Mengen!!!
Dringende BITTE: die Bücher (Kleinmengen!) nur persönlich zu den  Öffnungszeiten abgeben und auf keinen Fall vor oder hinter dem Café abstellen. Öffnuungszeiten unter: https://www.himmel-un-aeaed.de/

Bücher in größeren Mengen direkt abliefern bei Frau Stäger in Refrath, Pippelstein 3 b, 51427 Bergisch Gladbach (Refrath).

Kontakt: Tel. 02204-61238 oder 
Email: Zukunfts-Bausteine@web.de

Geld-Spenden sind ebenfalls gern gesehen
Zukunfts-Bausteine e.V.
IBAN: DE22 3705 0299 0313 5837 51

So, das war es mal wieder mit unseren IG Klima-News.

Bis bald!

Wir wünschen eine gute Zeit und erste Frühlings-Sonnenstrahlen.

Mit allerbesten klimafreundlichen Grüßen,

Patrick Walraf (Sprecher IG Klima Kürten)