Schon im vierten Jahr wird die Wiese am Olper Siefen von Aktiven der IG Klima Kürten gepflegt. In den Jahren 2021 und 2022 wurde je eine Frühjahrs- und eine Herbstmahd durchgeführt. 2023 hatte sich die Wiese so gut entwickelt, dass nahezu kein Springkraut mehr vorhanden war. Das Springkraut als invasive Art, hatte zuvor andere heimische Pflanzen zurückgedrängt. Nun reicht die alleinige Herbstmahd. Ein Teil des Mädesüß bleibt dauerhaft stehen. Spezialisierte Insekten, wie z.B. der Mädesüß-Perlmutterfalter konnten einen Lebensraum wiederfinden. In 2024 zeigte sich wieder kein Springkraut, dafür sehr viel Mädesüß, Beinwellstauden, Engelwurz, Gundermann, Wiesenknöterich.
In Absprache mit der Bio-Station Rhein-Berg erfolgt ab nun die sogenannte Optimalpflege, d.h. weiterhin im Herbst die Mahd der noch vorhandenen Brennesseln, zur Reduktion der Stickstoffentragung in den Boden, Rückschnitt der Brombeeren je nach Ausdehnung. Es bleibt ein Brachstreifen stehen, in welchem Insekten und andere Tiere überwintern können. Im Frühjahr wird dann der Brachstreifen nach einer Woche über 15 Grad gemäht, dann sind die meisten Insektenlarven geschlüpft. Der räumliche Wechsel des Brachstreifens von Jahr zu Jahr fördert einen möglichst artenreichen Bewuchs. Die diesjährige Mahd erfolgte mittels Handbalkenmäher und Motorsense, der Container für das abgesammelte Schnittgut wird weiterhin von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.
Das von der IG Klima betreute Grundstück Am Halfenberg (“Zwickel”) wurde auch winterfest gemacht. Das Laub der benachbarten Laubbäume wurde gesammelt und an einer Stelle aufgehäuft, damit Igel und andere Tiere im Winter darin Schutz finden können. Die Entfernung des Laubes aus der Fläche verhindert zudem die Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen, so dass es ein typischer Magerstandort bleibt.
Beim Einsammeln des Laubes stellten wir erfreut fest, dass einige standortgerechte Pflanzen sich behaupten konnten. Zu finden waren Storchenschnabel, Akelei, Wollziest, Skabiose. Die von uns gesetzten Johannes- und Stachelbeeren haben es auch geschafft. Ein kleiner Beitrag zu einem essbaren Dorf. Zudem ist die Haselnuss auch dort zu finden.
All dies freut uns sehr, wir sind schon neugierig auf das was im kommenden Jahr spreßen und blühen wird.

