Premiere „Kino in Kürten“- voller Bürgersaal, voller Erfolg

Rund 120 Personen sind der Einladung der Kooperationspartner – NaturGarten e.V.,  IG Klima Kürten, regionaler BUND jugend Gruppe Kürten, NABU Rheinisch Bergischer Kreis und Gemeinde Kürten – gefolgt und haben den Bürgersaal Kürten in einen Kinosaal verwandelt. Popcornduft lag in der Luft – die süße Knabberei und auch Getränke gab es gratis. Die Begrüßung des Abends übernahmen Patrick Walraf, Sprecher der IG Klima Kürten, Klaus Georg Wopsner, Sprecher der Regionalgruppe Bergisches Land des NaturGarten e.V. und Carola Hoppen, die in beiden Organisationen und überdies im NABU Rheinisch Bergischer Kreis „einen Hut aufhat“.

Darum geht es im Film

Im Film geht es um drei junge Menschen, die im Jahr 2050 in öden Landschaften ohne Natur leben und zufällig auf Wissenschaftler stoßen, die die einst üppige Biodiversität, die es auf der Erde vor dem großen Artensterben und dem Klimawandel gab, mit  Hilfe von Film- und Fotomaterial aufzeigen. Die Drei erfahren, wie das Artensterben ab den 2020er Jahren unaufhaltbar wurde und größtenteils menschengemacht war, wie invasive Arten durch Tourismus in fremde Länder kamen, welche Folgen die Umweltverschmutzung hatte und letztlich, wie der Klimawandel zu nie gesehenen Feuern und Hurricanes ungeahnten Ausmaßes führte – obwohl die Wissenschaft frühzeitig die Menschheit gewarnt hatte.

Die drei Jugendliche sind sich schnell einig, dass sie ihr neues Wissen veröffentlichen müssen. Sie begeben sich auf eine Reise durch die Zeit in die 2020er zurück, um hier ihre Botschaft und ihren Film zu broadcasten, weil sie glauben, dass sich die Menschheit hier in einem einzigartigen Zeitpunkt der Geschichte befindet. Die Hoffnung: In den 2020-er Jahren kann man noch etwas ändern.

Und tatsächlich: Ein Blick in die Nachrichten einer alternativen Zukunft zeigt, wie sich in den nächsten Jahren doch alles zum Positiven wendet. Die Menschen geben den Tieren wieder die Hälfte des Planeten und die Natur als ihren Lebensraum zurück. Und Greta Thunberg feiert im Jahr 2053 ihren 50. Geburtstag, ein Ereignis, das das Magazin „The World“ auf die Titelseite nimmt.

Im Film wird deutlich, dass wir uns der Natur entfremdet haben und dies zu unseren aktuellen Problemen führt. Es wird vermittelt, wie wichtig es ist, mit der Natur in Beziehung zu treten und auch Empathie für diese wunderbare und vielfältige Lebenswelt zu zeigen. Wir brauchen die natürliche Welt nicht nur als Rohstoff-Quelle sondern auch als Nährerin für Geist und Seele.

Reger Austausch nach dem Film

Nach dem Film schloss sich ein reger Austausch an. Es wurde schnell deutlich, dass alle aktuell lebenden Generationen die Verantwortung übernehmen müssen, dem Artensterben und Klimawandel entschieden entgegenzutreten. Entscheidend sei, den Appell – auch des Films „Everything will change“ – mit in den Alltag zu nehmen: Machen wir heute etwas, damit unser Leben zukünftig nicht öde und trostlos wird. Dazu kann jeder Mensch einen Beitrag leisten. Einige Wortbeiträge äußerten sich kritisch zu einem ungeregelten Kapitalismus und einem zum Teil ungezügelten Konsumverhalten. Was ist Wohlstand, was ist Reichtum ? Im Austausch darüber gab es weitestgehend Übereinstimmung: Nicht viel haben, sondern viel geben macht das Leben reich. 

Der Abend hat Kürtenerinnen und Kürtener zusammengebracht. Das Format „Kino in Kürten“ soll nach diesem großen Erfolg weiter geführt werden.