Erster Schnitt der Feuchtwiese in Kürten‐Olpe

Am 12. Juni trat die IG Klima Kürten in Sachen Biodiversität gemeinsam zur ersten großen Aktion auf der Feuchtwiese in Kürten‐Olpe an. Die Wiese auf der Ostseite des Olper Siefen an der Straße Löhfeld wird seit einigen Jahren durch Brennnesseln, Drüsigem Springkraut und Brombeeren geprägt. Nur noch sehr wenige typische Feuchtwiesenpflanzen, wie Mädesüß und Baldrian, können sich hier durchsetzen. Deshalb muss diese Fläche – damit es wieder eine artenreiche Feuchtwiese wird – zweimal im Jahr gemäht werden. Der wichtigste und größte Kraftakt dabei ist das Abtragen des Mahdgutes. Würde es liegen gelassen, würde es die gewünschten Pflanzen ersticken und zu einer weiteren Aufdüngung führen. Irgendwann gäbe es dann nur noch eine eintönige Fläche von Brennnesseln als Stickstoffanzeiger. Zudem soll die Verbreitung des Drüsigen Springkrauts verringert werden. Die typischen Pflanzen der Bergischen Feuchtwiesen können sich dann wieder durchsetzen. Sie bieten einer Vielzahl von Schmetterlingen Nahrung und Lebensraum. In vielen Gegenden selten geworden ist beispielsweise der Mädesüß‐Perlmuttfalter, der auf feuchte Waldsäume mit ausgedehnten Mädesüßbeständen angewiesen ist. Am Samstag war das Team sehr froh, das anstrengende Sensen und das kräftezehrende Abräumen nicht bei großer Hitze bewältigen zu müssen. Schubkarre für Schubkarre wurde die Unmenge an Brennnesseln und Springkraut in einen von der Gemeinde Kürten gestellten Container verbracht. Nach vier Stunden war es dann geschafft. .Der nächste Mahdtermin steht im September an. Hierfür würde sich das Team tatkräftige Unterstützung und noch ein paar Schubkarren mehr wünschen. Hilfe ist sehr herzlich willkommen!

Takeaway ohne Plastikmüll: Pilotprojekt für ein einheitliches Mehrwegsystem für den Gastronomiebereich in Kürten

Wer kennt es nicht? Hungrig und voller Vorfreude die Speisekarte zu studieren, zu bestellen und dann ein hoffentlich leckeres Essen genießen. Spätestens beim Abräumen wird jedoch klar, welchen gigantischen Plastikmüllberg man sich damit ins Haus geholt hat. Dabei ist es so einfach, das zu ändern: Das Essen in einer Mehrwegverpackung bestellen und so ohne Müll und ohne zusätzliche Kosten oder eine Pfandgebühr mit nach Hause nehmen. Nach dem Genuss können die Behälter bei jedem Gastronomiebetrieb oder Supermarkt mit heißer Theke, die sich dem System angeschlossen haben, abgegeben werden. Dazu hat man 14 Tage Zeit. Damit das praktikabel ist, brauchen wir natürlich  so viele Gastronomiebetriebe wie möglich, die dabei mitmachen. Denn dann können wir die Behälter direkt um die Ecke oder z.B. beim nächsten Einkaufen zurückgeben. Es gibt auch eine App, die einem anzeigt, wo die nächste Rücknahmestelle ist. Für die Gastronomiebetriebe ist das Ganze sogar kostengünstiger als die Ausgabe in Einwegverpackungen.

weitere Infos: https://www.vytal.org/

Einwegverpackungen aus Kunststoff werden fast ausschließlich aus fossilen Rohstoffen gewonnen und sind damit klimaschädlich. Durch die Entsorgung und das Recycling werden weitere Emissionen und Kosten verursacht. Auch mit den Spülvorgängen und der Logistik steht die Öko- und Klimabilanz der Mehrwegbehälter wesentlich besser da. Und wenn ein Mehrwegbehälter einmal ausgedient hat, wird er selbstverständlich recycelt.
Spätestens 2023 sind Gastronomiebetriebe gesetzlich verpflichtet, Mehrwegverpackungen anzubieten. Wir sind der Ansicht, dass wir diesen Weg schon früher und mit einem einheitlichen Mehrwegsystem für Kürten einschlagen können. Die Verantwortung liegt aber nicht bei der Gastronomie, sondern bei uns allen und wir können dieses Projekt nur gemeinsam mit allen Beteiligten durchziehen. Wir sind gerade dabei, dem System in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Kürten Rebecca Grunert einen Weg zu bereiten, um interessierten Gastronomiebetrieben, die dieses Angebot gerne nutzen möchten, den Einstieg so leicht wie möglich zu machen. Jeder von uns kann dazu beitragen, die Gastronomiebetriebe zu unterstützen, indem wir ihr Takeaway-Angebot nutzen und das Mehrwegangebot freudig annehmen.